Stabilität.

Wach werden. Nicht aufstehen wollen. Keine Lust auf Kaffee. Nichts interessiert. Die Dunkelheit genießen. Stille überall. Nur die Gedanken sprechen leise. Und dann kommt der Mut, den Tag zu beginnen. Stabilität in der instabilen Verfassung.

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Herr Bock fragt … Autor Carlos!

Herr Bock fragt … diesmal Menschen, die sich mit ihrer Krankheit genauso an die Öffentlichkeit getraut haben, etwas gegen das Stigma tun wollen, aufklären, helfen, bewegen und auch Angst vor der Krankheit nehmen möchten. Autor Carlos (Sascha Milk) bricht alleine schon mit dem Titel seines aktuellen Buches “Ein harter Kerl im Tal der Tränen” ein Tabu: Echte Männer dürfen weinen, schwach und auch psychisch krank sein. Sascha, im ersten Leben “echter Kerl”, tätowiert, selbstständiger LKW Fahrer. […]

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Hilfe zur Selbsthilfe … oder so.

“Und wie fanden die Neuen heute die Runde?” So endete gestern die erste Selbsthilfegruppenrunde – ein zauberhaftes Wort – für mich. Es war gut. Ja, es war gut. Auch wenn ich mich jetzt nach der Auszeit stabil fühle, finde ich es keineswegs falsch, mich regelmäßig mit anderen auszutauschen. Selbsthilfegruppe. Hilfe zur Selbsthilfe. Das ist eine Hürde, ein verdammt große Hürde. Es ist anders, als in eine Klinik eingewiesen zu werden. Es ist anders, als zum Therapeuten zu […]

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Was ist schon glücklich?

“Mich kotzen deine Launen und dein ständiges Unglücklichsein dermaßen an, ich halte das nicht mehr aus” werden viele sagen, die länger mit “Depressionisten” zu tun haben. “Ich kann halt nicht anders, es ist jetzt so” wird dann wohl eine der häufigsten Antworten sein, oder? Kann es denn nicht aber auch der Druck sein, ständig glücklich und fröhlich sein zu müssen, der immer weiter die Gefühlsachterbahn belastet? Herrgott nochmal, auch ich kann nicht täglich der glücklichste […]

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Dann kommt die Zeit…

… da muss ich mir ne Auszeit nehmen. Nein. Ich habe mich gezwungen, diese Auszeit nehmen zu müssen. Gezwungen, weil ich falsch gehandelt habe und nun die Verantwortung dafür tragen muss. Müssen? Ja! Es ging kein Weg drum herum. Und heute kann ich sagen: “Ja, es war genau richtig so. Es musste so kommen. Egal wie schwer der Anfang war.” Warum? Tja, es ist eine Zeit geworden, in der ich mich mit mir auseinander musste, […]

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Entscheidungen …

… bekommen erst dann eine nachhaltige Wirkung, wenn sie am Ende endgültig getroffen werden und unverrückbar bleiben. Ich hatte mich entschieden, meinen Eltern zu schreiben. Und ich hatte mich entschieden, mich danach von all den Gedanken zu verabschieden. Es trat eine Besserung ein, die sich aber als genau der Schein herausstellen sollte, der es letztendlich auch ist. Jetzt ist die Entscheidung unverrückbar da: Wir sind gegenseitig füreinander “gestorben”. Daran wird es von meiner Seite nichts […]

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Muss das denn sein?

Es ist ja irgendwie paradox und ernüchternd. Was? Tja, hier zu sitzen, die Finger über die Tastatur gleiten zu lassen und davon zu schreiben, dass ich nen Schritt zurück gegangen bin. Eigentlich ist es sogar noch mehr. “Stopp. Ich muss nochmal zum Anfang und gucken, ob ich mich wirklich verändert habe, ob es sich gebessert hat und ob ich da rauskomme.” So, oder so ähnlich hat sich mein “Freund” in der Schaltzentrale das wohl gedacht. […]

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Und dann kommt die Frage …

… die mich wieder über Nacht beschäftigen wird. Welche? Ja, welche eigentlich? Als heute das Telefon geklingelt hat, im Display “Unbekannter Teilnehmer” stand, war eigentlich klar, dass es nur meine Mutter oder Omma (ja, noch immer mit Doppel-M!) sein kann. Es war meine Mutter. Und sie hat wirklich gefragt, was wir am Ostersonntag machen. Ja gut, eigentlich total entspannt auf dem Sofa rumräkeln, nackt den Flur entlang hüpfen und abends im Speisesaal das 5-Gänge-Menü servieren […]

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Ich will …

Ich bin depressiv. Ich war depressiv – wie auch immer das jeder sehen möchte. Aber: Ich bin in einer glücklichen Beziehung. Aber eine Beziehung mit einem depressiven Menschen muss nicht immer glücklich sein. Wie oft erwischt du dich selbst dabei, dass du dich ungeliebt, unbeachtet, unbedeutsam, ignoriert, unverstanden oder allein fühlst? Oft? Ausschlaggebend dafür ist meiner Meinung nach, dass wir nicht bei uns selbst bleiben, nicht für uns selbst sorgen (können) und alle Hoffnung in […]

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Grau in grau …

An Tagen wie heute – mit regnerischem Wetter – gehe ich durch die Straßen, der Wind weht mir rau ins Gesicht, die Häuser und Umwelt in tiefes Grau gehüllt. Es scheint, als wäre ich farbenblind. Plakate und Leuchtreklame in Grautönen erzählen mir was vom tollen Leben – Das gestellte Glück, gestellte Szenen, gestellte Schönheit, unwirkliche Wahrheiten, die mich noch weiter runterziehen. Die Umgebung wirkt fremd, ein lebensfeindliches Gebiet, das in tiefen Nebel gehaucht ist, der […]

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Nebel …

Auf dem Weg zur Besserung gibt es immer wieder Tage, da legt sich die Laune wie ein grauer Nebel um mich, ergreift Besitz von mir, lässt die Sonne nur ein wenig durchstrahlen und die Gedanken kreisen in einem endlosen Strudel, rufen neue hervor, reden vieles im Tagesablauf schlecht und unterbrechen die guten Momente. Im Nebel ist die Sichtweite stark eingeschränkt, der “Werkzeugkasten” nicht so greif- und sichtbar, Ängste und Sorgen verdecken jeden klaren Blick und […]

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