101 Artikel Artikel von Herr Bock

Ein Blick vor die Tür …

… offenbart uns doch, was die Natur feines zu bieten hat. Nicht nur Bäume und Büsche des Nachbar, lärmende Autos und irgendwelche Probleme. Was ich meine? Nun, vor ein paar Wochen hatte ich eine Einladung zu einer sehr guten Bekannten, dass wir doch vorbeikommen können und im Garten „räubern“. Johannisbeeren. Ich war ja erst geteilter Meinung, als Kind hatte ich ja schon nichts über für Garten, Obst pflücken und so weiter. Aber M. wollte unbedingt welche haben, sie isst sie ja so gern. Letztlich hab ich dann auch noch geschaut, wie man Gelee daraus machen kann und ehe ich mich versah, stand ich mit 2 kg Johannisbeeren in der Küche. 1 kg zum Mampfen, 1 kg entsaften. Wisst ihr eigentlich, dass das gar nicht so ein riesen Aufwand ist, wie sich das die meisten vorstellen? Ich hab gefallen dran gefunden.
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Wozu …

… habe ich eigentlich meine Zeit mit zwei Ausbildungen und einer Weiterbildung verschwendet, unzähligen Stunden als Autodidakt die Freizeit verplempert, im Try & Error-Verfahren Wissen angeeignet, Fachbücher gelesen und Webinare geschaut? Was ist all das heutzutage eigentlich wert? Ich bin sogar so frech und zähle mich zu einem der Menschen, die in der Schule zwar keiner der Vorreiter waren (zumindest in der allgemeinbildenden Schule), aber dennoch vernünftig geradeaus schreiben und entsprechend artikulieren kann. Ich bin nun auch nicht die unkreativste und geschmackloseste Leuchte im Lampenladen, oder? Aber genau so kommt es mir vor. Was fordern Arbeitgeber eigentlich von ihren zukünftigen Arbeitnehmern? Die Firmen beschweren sich über schlechten Nachwuchs, geben aber den Menschen „mittleren Alters“ auch nicht die entsprechenden Chancen. Muss denn alles von Noten abhängig gemacht werden? Muss denn wirklich alles auf die Jugend gemünzt werden? Sicher hat die Verjüngung entscheidende Vorteile, aber ich bin nach wie vor die Meinung, dass die Mischung es macht und es jeder Mensch verdient hat, sich vorzustellen und sich „zu verkaufen“.
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Ich will meine Ruhe … nicht!

„Ich will keine Ruhe! Nein! Meine Ruhe will ich nicht!“ Es ist Sonntag. Durchwachsenes Wetter. Ich bin – mal wieder – allein zu Hause. Morgens viel zu früh wach. 6 Uhr 10. Das heißt, ich habe mindestens 16 Stunden im Wachzustand vor mir. Nun, es ist halt Sonntag. Ich könnte die Zeit ja einfach so verbummeln, es steht ja nichts an. Einfach zurücklehnen und rumgammeln. Doch nach 10 Minuten macht sich Nervosität breit. „Scheiße. Was fang ich denn nun mit der Zeit an?“ Was man da nicht alles machen kann. Mal raus und spazieren, Wäsche, Haushalt, Kochen … Dinge, die unter der Woche liegen bleiben. Kennt ihr? Seid ehrlich! Wenn ja … aufpassen!
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Irgendwann muss jeder gehen …

… und ich muss feststellen, dass es nun ein Jahr her ist, dass mein Oppa (ja, mit Doppel-P!) verstorben ist. Meine Trauer und der Schmerz über den Verlust haben sich in Dankbarkeit gewandelt. Dankbar, dass dieser Mensch mein Oppa war und mir so viel mit auf den Weg gegeben hat. Dankbar, dass er 31 Jahre Teil meines Lebens war. Dankbar, dass er ein herzensguter Mensch gewesen ist und mich immer – wirklich immer – unterstützt hat. Neben der Dankbarkeit bleibt aber auch ein Stück Sehnsucht. Sehnsucht nach mehr Zeit, die ich gern mit ihm und Omma verbracht hätte. Sehnsucht nach mehr offenen Gesprächen. Was mir bleibt, sind all die Erinnerungen, Erzählungen und Momente, die mir keiner nehmen kann. Heute wird es Zeit, dass ich ihm ein paar Zeilen schreibe …
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Dunkelheit …

Manchmal – wenn ich einfach nicht einschlafen kann – schleiche ich mich nochmal im Dunkel der Nacht in den Garten und setze mich ein Weilchen dorthin. Ist euch mal die Stille der Nacht aufgefallen? Es ist dunkel, der Mond scheint, ein paar Mücken, Motten und Fliegen surren um einen herum und sonst? Nur vereinzelt ein Motorengeräusch eines entfernten Autos. Alles schläft. Die nachtaktiven Tiere sind eh nicht bei mir im Garten unterwegs. Es ist kühl. Kein Schwitzen. Keine brennende Sonne. Kein ewiges Suchen nach Schatten und Abkühlung. Ab und zu ein seichter Windzug, der über die Haut streicht. Kein Lärm, den man am Tag ertragen muss. Es ist einfach ruhig, still und langsam. Die Geschwindigkeit des Tages findet ein Ende. Niemand, der einen zu etwas drängt, keine Verpflichtungen. Ruhe. Keiner spricht. Nicht einmal die Gedanken in meinem Kopf. Ich fühle mich frei, kann die Augen schließen und es genießen. Kein Fernsehen, keine nervigen TV Spots, gestellte Familiendramen, Castingmüllshows, hastige Nachrichten des Tages und so weiter. Die Stille wirkt beruhigend. Keine Situationen, wo man auf eine Nachricht hofft, keine Langeweile, kein Gedanke was ich machen kann, keine Verpflichtung. Die Dunkelheit und Ruhe fühlt sich wie Freiheit an. Frei von all dem Ballast.

Allen aus dem Wege gehen, die schlecht schlafen und nachts wachen.
[Friedrich Nietzsche]

Es dauert, bis man seine …

… Eltern groß hat. Oder? Nein. Ich als Kind kann meine Eltern nicht mehr erziehen und sie werden sich auch nicht mehr richtig für meine Situation sensibilisieren lassen. Genau das hat mir das gestrige Telefonat gezeigt. Eigentlich hatte ich während der Therapiezeit ein gutes Gefühl, als ich den ersten Versuch unternommen habe und beiden unabhängig voneinander ansatzweise erklären wollte, wie der Stand der Dinge ist. Doch heute stelle ich fest, dass es ein Irrglaube ist. Und ja, wir sind dann wieder bei dem Thema „das innere Kind“ angekommen. Es ist da und möchte umsorgt werden, gestern – und auch gerade jetzt – möchte es aber einfach zickig sein und am liebsten schreien, ihnen klarmachen, dass ich erwachsen bin und es nicht nur in meiner Pflicht liegt irgendwas zu tun. Wir sind heute alle erwachsen, leben in Partnerschaften und haben eigentlich eine gleichberechtigte Beziehung zueinander. Eigentlich!
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Wieder einer dieser Tage …

Bei Twitter werden Montage mit einem #mimimi versehen, wenn es nicht so schön ist. Eigentlich ist das doch ein wundervolles Ritual, der Montag ist ja eigentlich nach dem Wochenende immer ein bescheidener Tag. Naja, fast immer. Das #mimimi reicht heute aber nicht aus. Heute ist einer dieser Tage, an denen mich alles ankotzt – entschuldigt die Wortwahl, die ich hier heute benutze, aber genauso denke ich. Es kotzt mich nicht nur an, es geht mir dermaßen auf den Sack! Mir geht die Depression auf den Sack, das ständige Pillen nehmen, die schwankende Laune und das anpassen in der Gesellschaft. Ich kann ja noch so oft betonen, dass ich einfach ich bin, doch je authentischer ich werde, desto mehr fühlen sich andere dazu berufen mir ihre Meinung auf die Nase binden zu müssen. Und wenn ich mich entscheide, dass ich jetzt schlecht gelaunt bin oder es kein guter Tag ist, dann ist das verflucht nochmal auch so! Weil ICH diese Entscheidung für MICH getroffen habe.
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Uff.

  • Motivation: keine.
  • Stimmung: angespannt / niedergeschlagen.
  • Aussicht: steigerungsfähig.
  • Wetter: sonnig

Therapietag!

Pfoah, was für ein Tag. Heute schießt die Temperatur auf 29° und ich gurke mit dem Fahrrad durch die Gegend. Erst heute morgen knapp 9 Kilometer zum Praktikum, danach 10 Kilometer zur Therapie. Ich will nicht sagen, dass mir das Wetter etwas ausmacht, aber zum Radeln in meinem Tempo ist es zu warm. Definitiv. Aber ich bin ja nicht kaputt zu kriegen, nicht so. Also kurz abschwitzen und dann rein zur Therapeutin. Halt! Was ist das am Pedal? Nun ja, es war leicht schief und hat sich aus dem Pedalarm gelöst. Aber es gibt ja nur 2 Möglichkeiten: Entweder das hält bis zu Hause oder es fällt ab und ich kann zu Fuß gehen. Naja, keine Gedanken machen, erstmal rein zur Therapeutin.
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Ich MUSS nichts müssen …

… oder doch? Ich muss mich ändern. Ich muss abnehmen. Ich muss einen Brief verschicken. Ich muss jemanden anrufen. Ich muss das Fahrrad reparieren. Ich muss einen neuen Arbeitsplatz finden. Ich muss … Nein! Ich darf! Und ich möchte! Mir ist gerade jetzt wieder bewusst geworden, wie oft sich das Wort „muss“ in den Alltag mit einschleicht und unterbewusst einen Druck aufbaut, der sogar in Stress ausarten kann. Achtet ihr manchmal darauf, wie oft ihr das Wort benutzt? Müssen gibt jeder Handlung oder jedem Vorhaben irgendwie einen konsequenten Beigeschmack, der die Handlung zu einem Zwang werden lässt. Sicher gibt es genug Situationen, wo ich das Wort bewusst nutze, um meinen inneren Schweinenhund einen gehörigen Arschtritt zu verpassen, aber andererseits muss ich (da ist es wieder) mir den Druck nicht aufbauen.
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