26 Artikel // Alltag

Und dann kommt die Frage …

… die mich wieder über Nacht beschäftigen wird. Welche? Ja, welche eigentlich? Als heute das Telefon geklingelt hat, im Display „Unbekannter Teilnehmer“ stand, war eigentlich klar, dass es nur meine Mutter oder Omma (ja, noch immer mit Doppel-M!) sein kann. Es war meine Mutter. Und sie hat wirklich gefragt, was wir am Ostersonntag machen. Ja gut, eigentlich total entspannt auf dem Sofa rumräkeln, nackt den Flur entlang hüpfen und abends im Speisesaal das 5-Gänge-Menü servieren lassen. Nein, im Ernst. Keiner von uns beiden hier hat sich bis dato Gedanken gemacht, wie die Ostertage ablaufen würden. Wir haben also nichts vor. Überlege ich mir noch schnell was? Sage ich direkt ab? Sage ich zu?
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Ich will …

Ich bin depressiv. Ich war depressiv – wie auch immer das jeder sehen möchte. Aber: Ich bin in einer glücklichen Beziehung. Aber eine Beziehung mit einem depressiven Menschen muss nicht immer glücklich sein. Wie oft erwischt du dich selbst dabei, dass du dich ungeliebt, unbeachtet, unbedeutsam, ignoriert, unverstanden oder allein fühlst? Oft? Ausschlaggebend dafür ist meiner Meinung nach, dass wir nicht bei uns selbst bleiben, nicht für uns selbst sorgen (können) und alle Hoffnung in die Aufmerksamkeit des Partners legen. Passiert das nicht, springt die Stimmung extrem um, wir suchen nach dem kleinsten Auslöser, alles wieder negativ zu empfinden. In „Lieben was ist …“ habe ich all das schon beschrieben. Aber mir sind heute Worte von Jorge Bucay über den Weg gelaufen …

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Der innere Schweinehund …

… kann ein ganz aufdringliches, ekeliges Arschloch sein. Gerade dann, wenn ich mich eh schon nicht besonders fühle, genau dann ist er besonders daran interessiert, mich noch von allen anderen Sachen abzuhalten. Was das mit Depressionen zu tun hat? Den Schweinehund kennt doch jeder? Richtig! Jeder kennt ihn, aber in depressiven Phasen schaffen es die meisten noch weniger, etwas für sich zu tun und den Körper wahrzunehmen. In der Tagesklinik hieß es „Bewegungstherapie“; Schwimmen, Pilates, ein wenig Laufen, Badminton, Volleyball. Sehr reduziert, aber immer so, dass wir in Bewegung sind. Nicht verkehrt. Auf der einen Seite ist es eine Achtsamkeitsübung, auf der anderen Seite lenkt es von Gedankenkarussellen ab. Ich konzentriere mich auf meine Bewegungen und die Empfindungen dabei. Und warum schreibe ich das nun alles?
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Abschalten? Auszeit!

Lange habe ich diesen Tag herbeigesehnt. Es gibt doch nichts Schöneres für die Seele, als dem Alltag zu entfliehen und an die Orte zu reisen, die einem gut tun. Mein Kopf schreit dabei entweder nach Meer oder Berge. Da die Berge nicht so schnell zu erreichen sind, schreibe ich diesen Beitrag gerade in einem schnuckeligen Hotelzimmer am Jadebusen. Meer im Februar? Ja, Meer im Februar, denn Meer geht immer! Meer ist ja nicht nur schwimmen. Meer ist auch Wind, Weite, Stille, Freiheit. Meer ist die Entspannung beim Geräusch der Wellen. Meer ist halt mehr.

Die letzten Tage habe mich teilweise sehr gequält. Ich hab mich Gedanken hingegeben, die nicht hätten sein müssen. Ich habe mich über Dinge aufgeregt, wo es nicht angebracht war. Ich hab mich in einer Diskussion gehen lassen, bei der es hätte nicht sein müssen. Hätte. Könnte. Sollte. Muss. Da ist es wieder. „Ich hätte es besser machen können.“ Nein. Es ist so gelaufen, wie es ist. Völlig egal, ob es gut oder schlecht war. Es ist so. Und nun ist Urlaub. Ich möchte abschalten, den Kopf vom Wind freipusten lassen, fotografieren, erleben, lieben, wahrnehmen, frei sein.
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Jahresende …

Die wahrscheinlich schwierigsten Tage des Jahres sind vorbei – Weihnachten. Alles in allem angenehme Tage. Irgendwie ist es schon anstrengend, wenn nicht ein Tag dabei ist, den wir für uns haben. Nicht einer. Aber das ist der Tribut, wenn zwei Familien zusammenkommen und dann nochmal intern getrennt sind.

24.12. bei des Herzmenschens Mutter + Mann
25.12. bei meiner Omma (und eigentlich meinen Eltern*)
26.12. bei des Herzmenschens Vater + Frau
27.12. Fahrt nach Wilhelmshaven
28.12. Geburtstag des Herzmenschens Opa in WHV + Rückfahrt
29.12. Geburtstagsbrunch des Herzmenschens Patenkind
… und dann reichts auch!! Über 800 km in den Tagen gefahren, Stunden über Stunden im Auto verbracht – auch wenn es sich gelohnt hat.

Ein Rückblick. Ob ich mich mit meiner Überschrift nicht ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt habe? Hmm. Ein Rückblick setzt voraus, dass ich mir die Zeit nehme und nochmal alles Revue passieren lasse. Nun, ich mache eine Kurzfassung …
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Morgen Kinder wirds was …

… geben. Was es wird, weiß ja keiner so genau vorher, oder? Ich wünsche allen ein paar schöne Tage … einen lieben Menschen, der an euch denkt, der euch Zeit schenkt – denn nichts ist wertvoller im Leben als Zeit und Aufmerksamkeit. Jeder verbringt die Tage anders: mit Wut und Frust, mit Vorfreude, im Kreise der Familie oder sogar allein, mit Angst, negativen Gedanken oder ähnlichem. Macht etwas für euch, achtet auf euch und gebt euch selbst den Raum für gute Empfindungen. Versucht mal etwas abzurücken von all dem Alltagsstrudel und nehmt euch Zeit für euch selbst …

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Hattu Kopf wie Sieb …

… muttu notieren. Jeder kennt es doch, wenn einem mal kleine Dinge entfallen. Was hab ich gestern gemacht? Wann war nochmal der Termin? Wo hab ich den Stift eben hingelegt? Und sicher können sich viele auch nicht mehr an besondere Tage aus der Kindheit erinnern. Aber wie ist es, wenn ich plötzlich die Frage nach der Straße, wo ich ein Vorstellungsgespräch hatte nicht beantworten kann? Das war doch gestern erst. Oder nicht weiß, was in der E-Mail gestanden hat, die ich eben noch gelesen habe? Wenn mir einfällt, was ich noch machen muss, es im nächsten Moment aber wieder vergessen habe? Kommen die Gedanken so schnell, oder bleiben sie einfach nicht hängen? Merke ich mir nur unwichtige oder wichtige Sachen? Es würde mich ja nicht belasten, wenn es „mal“ wäre, dass mir was entfällt, aber über die letzten Monate gesehen, drängt sich ein Verdacht auf. Es ist ja nicht nur das Vergessen, nein, ich kann mich wahrlich nicht so gut konzentrieren, wie ich es eigentlich gewohnt bin. M: „Boah, ich muss dir alles zwei Mal sagen! Hörst du schwer?“ Nein, ich höre eigentlich sehr gut. Ich bin nur irgendwie … sagen wir … abwesend. Nur wo bin ich? Wo sind meine Gedanken? Und warum kann ich nicht direkt die erste Aussage aufnehmen?
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Ein Blick vor die Tür …

… offenbart uns doch, was die Natur feines zu bieten hat. Nicht nur Bäume und Büsche des Nachbar, lärmende Autos und irgendwelche Probleme. Was ich meine? Nun, vor ein paar Wochen hatte ich eine Einladung zu einer sehr guten Bekannten, dass wir doch vorbeikommen können und im Garten „räubern“. Johannisbeeren. Ich war ja erst geteilter Meinung, als Kind hatte ich ja schon nichts über für Garten, Obst pflücken und so weiter. Aber M. wollte unbedingt welche haben, sie isst sie ja so gern. Letztlich hab ich dann auch noch geschaut, wie man Gelee daraus machen kann und ehe ich mich versah, stand ich mit 2 kg Johannisbeeren in der Küche. 1 kg zum Mampfen, 1 kg entsaften. Wisst ihr eigentlich, dass das gar nicht so ein riesen Aufwand ist, wie sich das die meisten vorstellen? Ich hab gefallen dran gefunden.
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Wozu …

… habe ich eigentlich meine Zeit mit zwei Ausbildungen und einer Weiterbildung verschwendet, unzähligen Stunden als Autodidakt die Freizeit verplempert, im Try & Error-Verfahren Wissen angeeignet, Fachbücher gelesen und Webinare geschaut? Was ist all das heutzutage eigentlich wert? Ich bin sogar so frech und zähle mich zu einem der Menschen, die in der Schule zwar keiner der Vorreiter waren (zumindest in der allgemeinbildenden Schule), aber dennoch vernünftig geradeaus schreiben und entsprechend artikulieren kann. Ich bin nun auch nicht die unkreativste und geschmackloseste Leuchte im Lampenladen, oder? Aber genau so kommt es mir vor. Was fordern Arbeitgeber eigentlich von ihren zukünftigen Arbeitnehmern? Die Firmen beschweren sich über schlechten Nachwuchs, geben aber den Menschen „mittleren Alters“ auch nicht die entsprechenden Chancen. Muss denn alles von Noten abhängig gemacht werden? Muss denn wirklich alles auf die Jugend gemünzt werden? Sicher hat die Verjüngung entscheidende Vorteile, aber ich bin nach wie vor die Meinung, dass die Mischung es macht und es jeder Mensch verdient hat, sich vorzustellen und sich „zu verkaufen“.
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Ich will meine Ruhe … nicht!

„Ich will keine Ruhe! Nein! Meine Ruhe will ich nicht!“ Es ist Sonntag. Durchwachsenes Wetter. Ich bin – mal wieder – allein zu Hause. Morgens viel zu früh wach. 6 Uhr 10. Das heißt, ich habe mindestens 16 Stunden im Wachzustand vor mir. Nun, es ist halt Sonntag. Ich könnte die Zeit ja einfach so verbummeln, es steht ja nichts an. Einfach zurücklehnen und rumgammeln. Doch nach 10 Minuten macht sich Nervosität breit. „Scheiße. Was fang ich denn nun mit der Zeit an?“ Was man da nicht alles machen kann. Mal raus und spazieren, Wäsche, Haushalt, Kochen … Dinge, die unter der Woche liegen bleiben. Kennt ihr? Seid ehrlich! Wenn ja … aufpassen!
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