Therapietag!

Pfoah, was für ein Tag. Heute schießt die Temperatur auf 29° und ich gurke mit dem Fahrrad durch die Gegend. Erst heute morgen knapp 9 Kilometer zum Praktikum, danach 10 Kilometer zur Therapie. Ich will nicht sagen, dass mir das Wetter etwas ausmacht, aber zum Radeln in meinem Tempo ist es zu warm. Definitiv. Aber ich bin ja nicht kaputt zu kriegen, nicht so. Also kurz abschwitzen und dann rein zur Therapeutin. Halt! Was ist das am Pedal? Nun ja, es war leicht schief und hat sich aus dem Pedalarm gelöst. Aber es gibt ja nur 2 Möglichkeiten: Entweder das hält bis zu Hause oder es fällt ab und ich kann zu Fuß gehen. Naja, keine Gedanken machen, erstmal rein zur Therapeutin.
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Ich MUSS nichts müssen …

… oder doch? Ich muss mich ändern. Ich muss abnehmen. Ich muss einen Brief verschicken. Ich muss jemanden anrufen. Ich muss das Fahrrad reparieren. Ich muss einen neuen Arbeitsplatz finden. Ich muss … Nein! Ich darf! Und ich möchte! Mir ist gerade jetzt wieder bewusst geworden, wie oft sich das Wort „muss“ in den Alltag mit einschleicht und unterbewusst einen Druck aufbaut, der sogar in Stress ausarten kann. Achtet ihr manchmal darauf, wie oft ihr das Wort benutzt? Müssen gibt jeder Handlung oder jedem Vorhaben irgendwie einen konsequenten Beigeschmack, der die Handlung zu einem Zwang werden lässt. Sicher gibt es genug Situationen, wo ich das Wort bewusst nutze, um meinen inneren Schweinenhund einen gehörigen Arschtritt zu verpassen, aber andererseits muss ich (da ist es wieder) mir den Druck nicht aufbauen.
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Zurück zum Start …

… so singen es Annie’s Revier in ihrem Lied. Alles nochmal auf Anfang. Fast so ist es jetzt auch. Vor ein paar Tagen habe ich noch in „Ich (er)finde mich neu ...“ darüber geschrieben, dass ich jetzt die Ruhephase nutzen werde, um mich beruflich in die Richtung zu orientieren, die mir wirklich Spaß macht. Ich realisiere also gerade, dass ein neuer Start ab und zu nur eine Mail, ein kurzer Rückruf und ein persönliches Gespräch braucht. Manchmal ist es dann auch einfach Glück und ein wenig innerer Schweinehund.
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Ich (er)finde mich neu …

Manchmal passieren Dinge, die einem nochmal die Augen öffnen sollen. Manchmal nehmen wir Menschen diese Momente aber nicht als Warnung wahr. Und manchmal, da muss man einfach mal drei Schritte zurück machen, damit es weiter vorwärts gehen kann. Nicht immer ist es der richtige Weg, wenn man volle Pulle nach vorne schießen will. Selbst Langstreckenläufer müssen sich ihre Kraft sinnvoll einteilen, damit sie am Ziel noch vorne sind. Keiner von denen sprintet sofort los. Falscher Ehrgeiz bewirkt meist (nicht immer) das Gegenteil von dem, was man erreichen möchte.
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Geburtstag?!

Es ist die 22. Kalendarwoche. Es ist Freitag und es regnet. Es ist der 151. Tag des Jahres. Es sind noch 214 Tage bis Jahresende. Der Tag ist im Sternzeichen Zwilling. Aldo, Helmtrud, Mechthild und Petronilla haben heute Namenstag. Wie oft habe ich diesen Tag verflucht? Wie oft wollte ich es als völlig normalen Tag sehen? Wie oft wollte ich einfach nichts machen? Zu oft! Ja, Herr B. hat heute Geburtstag. Und wisst ihr was? Es ist ein wundervoller Tag! Es ist mein Tag! Ich lebe, ich genieße mich und mein Dasein! Ich habe wundervolle Menschen in meinem Umfeld, die mir gratulieren und sich freuen, dass ich da bin.
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Mein Freund und ich …

Nein, ich habe keine heimliche Liebschaft, bin nicht homosexuell (und ich verurteile diese Menschen auch nicht) und bin auch nicht schizophren. Aber es gibt jemanden in meinem Leben, der länger „ein Partner“ für mich war als andere. Einer, der zuverlässiger als jeder beste Freund sein kann. Jemand, der mir in jeder Lebenslage zur Seite steht und wahrscheinlich auch stehen wird. Außer er beantwortet mir eine einzige Frage.
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Die verletzten Gefühle …

… oder anders: das innere Kind! Was ist das? Worum geht es dabei? Nun, das gestrige Ereignis hat mir nochmal kurzfristig in Erinnerung gerufen, wie sehr die Gefühle in der Kindheit geprägt werden. Zum besseren Verständnis ein Zitat: „ Das innere Kind ist Teil unserer Persönlichkeit. Er hat abgespeichert, was wir in der Kindheit erfahren haben. Gute Gefühle und Erlebnisse. Aber auch Negatives: kindliche Ängste, Selbstzweifel, Neid. Genau diese Emotionen sind es, die uns sichtbare Probleme bereiten können. Sie zwicken uns wie eine alte Narbe, wie eine Wunde, die längst verheilt zu sein schien. Dieses innere Kind vergisst nicht, wie allein es sich gefühlt hat, wenn die Eltern zu oft fort waren. Wie klein es sich gefühlt hat, wenn der strenge Vater nach Fehlern in den Hausaufgaben suchte, und wie leise es sein musste, wenn er die Zeitung las. Wie sehr es sich nach Anerkennung und Wärme gesehnt hat.
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Einer dieser Tage …

… an dem mich ein kleiner Auslöser ins gedankliche Verderben reißt. Einer dieser Tage, an dem die Depression und die Struktur-Störung mehr als präsent ist. Zu lernen, dass ich mich um alles kümmern muss und nicht ignorieren darf ist das eine, die Wellen ertragen von Problemen aus der Vergangenheit das andere. Ich bin müde von Problemen, vom Kümmern, vom Laufen und Regeln, ich bin es leid, dass oft nichts so läuft wie es soll. Es ist anstrengend an alles denken zu müssen, zu telefonieren, das Verdrängen zu verdrängen. Ich bin müde und möchte schlafen, schlafen, weil die Sorgen dann nicht so präsent sind – auch wenn ich weiß, dass ich wieder schlecht einschlafen werde und wohl vor dem Wecker wach bin. Ich bin nicht nur müde, nein, auch der Gedanke mich aufzugeben und nicht weitermachen zu wollen ist da. Sicher, ich hab ihn lächelnd begrüßt, er tut mir nichts und ich ihm nicht. Ich werde mich dem Gedanken auch nicht hingeben. Ich darf es einfach nicht, denn ich habe jetzt die Chance zu beweisen, dass die vergangenen Jahre zwar nicht gut waren, aber es besser geht, ich besser sein kann und darf. Ja, es darf Probleme geben und ich muss sie ansprechen, immer, zu jeder Zeit – egal, welcher Wind mir dann entgegenschlägt. Scheiße ist nun mal scheiße und lässt sich nicht beschönigen.
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Als ich mich selbst zu lieben begann

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.
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Tagesklinik ist ein Weg, nur einer!

Mein Weg war kein leichter, aber nun sind sechszehn Wochen vorbei. Eine Zeit, die anstrengend war, in der ich gelacht und geweint habe, verzweifelt bin und reden konnte, mehr zu mir gefunden habe und ehrlicher zu mir sein kann, mich mitteilen durfte und konnte, nie aufgegeben habe, gelernt und verändert habe, neue Sichtweisen gefunden, tolle Menschen kennengelernt habe und vor allem den Grundstein für eine bessere Zukunft legen konnte. Sechszehn Wochen Kampf gegen die Depression und Verzweiflung in mir, der Selbstkritik und anderen anstrengenden Themen, die mir mein Leben und das meiner Freunde schwerer gemacht hat. Die gespielte Fassade fallen zu lassen und authentischer zu sein ist ein schönes Gefühl. Danke an alle meine Wegbegleiter in dieser Zeit und in der Tagesklinik, danke für all die Ablenkung, das Mut machen und einfach da sein.
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