12 Artikel Schlagwort depressionen

Deine Macht. Meine Macht.

Da sitze ich also wieder mit meinen Zielen, Wünschen und Vorstellungen. Alle nicht mehr greifbar. Alle sind eher demotivierend, als das ich damit was anfangen kann. Jahrelang gehst du einen Weg, jahrelang programmierst du deine Denke um, jahrelang setzt du dich all dem Scheiß aus, suchst Veränderungen, schaffst neue Rahmen, bist auf deinem Weg. Und dann? Verlaufen! Mal wieder. Wie so oft. Wie mich das ankotzt. Ein Gedanke. Eine Aussage. Eine verfluchte Erwartung an mich, die wie ein Blitz einschlägt und mich vom richtigen Weg trennt. Alles für den Arsch. Da sitze ich also wieder vor dem Haufen Mist, muss erklären was mit mir los ist – oder ich verstecke mich im Alltagskram, setze das Sonntagslächeln auf und halte es aus. Aber? Ich bin auch unaufmerksam. Wie immer. Und nun?
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Beziehungswaisen – alle allein!

„Ich werde niemals empfehlen, Tabletten oder Antidepressiva zu nehmen, aber einen Rat habe ich: Verlieben. Verlieben ist das beste Mittel gegen die grauen Tage. Das hat mir vor fünf Jahren super geholfen. Ganze zwei Wochen lang.“ Wer mich schon reden gehört hat, wird diese Aussage kennen. Verlieben ist etwas ganz besonders Schönes. Die Hormone drehen durch, ich fühle mich wahnsinnig gut, alles ist blendend toll und … tja, irgendwann ist auch das vorbei. Das Gefühl bleibt nicht. Es ist ein kurzes Aufflackern von dem, was sein könnte – wenn ich denn überhaupt in der Situation bin zu fühlen. Will ich fühlen? Kann ich fühlen? Ist es wieder nur die Suche nach etwas, was mir eine Frau nicht geben darf und kann? Was suche ich überhaupt? Und warum bin ich jetzt nicht mehr gut drauf? Wieso ist eigentlich doch jeder irgendwie für sich?
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Lasst meinen Rucksack in Ruhe!

Der große Vorteil von einfühlsamen und interessierten Menschen? Sie beenden das Gespräch nicht mit: „Ja, so hat jeder sein Päckchen zu tragen.“ Es liegt doch auf der Hand, dass jeder Smalltalk damit abgebrochen ist. Es geht aber auch noch anders: „Ist doch gar nicht so schlimm. Ach, das wird schon wieder.“ Ich möchte noch ein bisschen beim besagten Päckchen bleiben. Ja, jeder trägt ein Päckchen. Der eine ein größeres, der andere ein kleineres, manch einer gerade gar keins. Wer urteilt denn über die Größe des Päckchens? Jeder selbst! Vielleicht trage ich gerade ein kleines – aber viel schwereres – Päckchen. Vielleicht ist deins ja groß und nicht so schwer? Das siehst du eben nicht von außen. Das erfährst du nur, wenn du vorsichtig nachfragst. Dann hast du die Möglichkeit, einen Blick in mein Paket zu werfen – wenn ich dich lasse. Erst dann hast du die Möglichkeit zu erfahren, wie schwer meine Last ist. Ich habe aber zum Glück kein Päckchen! Wieso nicht?
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5 Tipps für noch schlechtere Stimmung

In meinen depressiven Episoden ist im Regelfall alles schwarz. Nicht bunt, nicht grau, auch nicht graumelliert, schon gar nicht hellgrau, sondern schwarz. Dunkel mit Aussicht auf gar nichts. Und wenn alles so dunkel und schwarz ist, kann auch gar keine Laune entstehen – außer eben der schlechten, die mich dann manchmal auch wütend macht, weil ich es nicht akzeptieren möchte. Dabei weiß ich es doch besser. Es gibt die Tage, ich kann eine Menge dagegen tun, mache es aber nicht und harre der Dinge die da … tja … eigentlich nie kommen. Können sie auch nicht, denn ich male grundsätzlich auch alles um mich herum schwarz an. Und weil das so viel einfacher ist, als sich auf die „guten“ Dinge zu konzentrieren, habe ich für mich 5 Tipps, damit es noch schlechter wird, denn der Kopf weiß seit je her: „Du schaffst es nicht. Das war schon immer so. Und wenn das jetzt schon beschissen gelaufen ist, ist der Tag eben hin.“
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Hilfst du dir eigentlich schon selbst?

Nochmal: Hilfst du dir schon selbst? Oder wartest du noch darauf, dass dir jemand hilft und dir sagt, dass du irgendwann geheilt bist? Selbsthilfe. So schwer und doch so wichtig. Natürlich kannst du jetzt wieder sagen: „Hier, ey der Bock, der ist eh schon so weit mit seinem therapeutischen Zeug, der hat leicht reden“, kannst du, dann sind wir aber nicht auf einer Wellenlänge. Selbsthilfe. Habe ich lange nicht verstanden. Wie soll ich mir selbst helfen, wenn ich gar nicht in der Lage bin, irgendwas zu tun? Und wie soll ich mir selbst helfen, wenn ich eh schon mehr dafür hasse, dass ich keine Veränderungen schaffe? Ich weiß es nicht! Natürlich kann ich mir alle Infos und Hilfen anlesen, aber …
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Spieglein, Spieglein …

… an der Wand. Nee! Spieglein, Spieglein hier in meinen Texten! Schön, dass du den Weg zu den Menschen findest, die mit diesem Spiegel nichts anfangen können. Danke an den Menschen, der hier so fleißig über 50 Seiten ausgedruckt und weitergegeben hat. Vor allem sich aber auch die Mühe gemacht hat, meinen instagram-Account zu durchforsten. Danke für den Hinweis, dass ich das Persönlichkeitsrecht am Bild verletzt habe, ich habe sofort gehandelt und es korrigiert. Das war vollkommen richtig so. Alles!

Was hier passiert ist? Einiges. Vor allem ist genau das passiert, was passieren musste. Gestern war ein Tag, der voller richtiger Entscheidungen war. Nein, es stört mich absolut nicht, wenn diese Beiträge an meine Mutter weitergereicht wurden. Ja, vieles liest sich sicher nicht gut und verletzt, aber es ist die verdammte Wahrheit meines Lebens. MEINES Lebens. Was gestern passiert ist?
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Barcamp 2.0 … wir reden wieder!

Sonntag statt Samstag. Und auch nicht ganz ein Jahr her. 8 Monate sind es nur. 8 Monate, seitdem sich sehr viel entwickelt hat. Bei mir. Eins hat sich nicht geändert: „Ich gehe zum Barcamp in Hannover. Da hat alles angefangen, da mache ich weiter.“ Es gibt aber auch ne Menge Unterschiede. Diesmal habe ich nicht vorher rumgeörkst, dass ich mir ein Ei ins Nest gelegt habe. Diesmal war klar, was ich tun werde. Hingehen, erzählen was durch und seit dem Barcamp 2016 passiert ist, dankbar sein. Sessionthema also: „Leben 2.0! Mein Weg mit Depressionen und Suizidgedanken. #bch16 als Wegbereiter“ Ok … und was ist da nun so passiert?
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Alles im Griff? Oder noch Tunnel?

Fragen, die immer mal wieder auftauchen. Fragen, die mich beschäftigen. Habe ich nun alles im Griff? Nein. Ich versuche alles im Griff zu haben. Ich habe vieles im Griff. Doch am Ende haben mich auch die Gedanken noch immer im Griff. Wer spielt hier eigentlich mit wem? Und warum ist es so anstrengend, da endlich einen guten und richtigen Weg zu finden? Ich muss zugeben, dass es mich manchmal sehr ankotzt, mich dauernd damit auseinanderzusetzen. Nach fast 4 Jahren täglicher Arbeit an mir selbst, an meinen Denkmustern, an Auslösern, Akzeptanz, Veränderung, Therapie, Höhen und Tiefen, Strategieentwicklung, Aushalten und vielen Gesprächen, bin ich pappsatt. Der Kopf ist so vollgedröhnt mit Informationen, dass es reicht.
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Das Buch. Die Änderung. Der Bock.

Es gibt Umstände, die lassen dich – also mein – Handeln überdenken. Umstände, die dich nochmal aus der Bahn werfen. Umstände, die dir sogar ein Gefühl geben, dass du etwas tun oder zu Ende bringen musst, damit du deinen Frieden hast. Aber was genau? Der Reihe danach.

Das Buch. Sollte eigentlich Ende Januar auf dem Markt sein. Als Selbstverleger. Ohne Abhängigkeiten. Es ist auch fertig. Fast. Es war nur ein Klick, damit es losgeht. Fast. Es war alles bereit. Fast. Immerhin mache ich ja Vorlesungen und Vorträge. Immerhin. Das Buch? Ist fast fertig. Ich freue mich über jede – selbst organisierte und angefragte – Lesung. Sehr. Hildesheim, Hannover Leipzig, Hamburg. Bremen. Und jetzt Alfeld, Köln und. Und? Sarstedt. Da ist der Haken. Sarstedt! Heimatstadt. Der Ort, wo ich niemals – also wirklich NIEMALS – irgendwas machen wollte. Wollte, ja. Irgendwie kam das Gefühl in den letzten Wochen auf, dass ich es doch tun muss. Es muss einfach sein. Nicht Ende des Jahres, sondern so schnell wie möglich.
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Es gibt nur den einen Weg …

… um aus dem Gefängnis der verletzten Kindheit auszubrechen, und endlich frei zu sein. Frei von all den erlernten Mustern, die die Umstände hergestellt haben. Frei von all den negativen Gefühlen, die mich auch heute noch umgeben. Frei von den unausgesprochenen Erwartungen, die mich auch heute noch umgeben – ob das Telefon klingelt, oder eben auch nicht. Frei von der Wut der Vergangenheit. Frei von den selbstvernichtenden Gedanken und Ängsten.

Machen wir uns nichts vor, viele von uns haben Auslöser in der Kindheit, die ihnen Strategien mitgegeben, die sich heute Selbstzweifel, Selbstkritik, Bindungsängste, Narzissmus, soziale Phobie und anders nennen. Viele. Nicht alle. Bis ich erkannt habe, was genau das Problem meiner Gefühle ist, habe ich lange gebraucht. Doch eins ist klar: Wir sind die Kinder unserer Eltern und wir wünschen uns doch eigentlich nur diese Eltern, die uns so lieben, wie wir sind. So und nicht anders. Wir sind wie wir sind. Ich bin wie ich bin. Mit meinen Fehlern, Verhaltensweisen, Gedanken, Entscheidungen und vor allem auch guten Eigenschaften – die nur immer wieder in den Hintergrund rücken.
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