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2 Jahre Leben – eine Wahrheit

Nach „Leben – ein ganzes, volles Jahr …“ sind wir im zweiten Akt angekommen. Zwei Jahre ist der Bengel nun schon auf der Welt und stellt nach wie vor alles – wirklich alles auf den Kopf. Vor einem Jahr habe ich ihm noch Neugier gewünscht, Skepsis bei fremden Menschen, Mut, die spielerische Unbedarftheit, die Liebe, das Talent für alles und diesen wahnsinnig frechen Humor. Herrgott! Alles ist so geblieben. Alles! Vielleicht ist es sogar noch intensiver geworden.

Alles erdenklich Gute zum Geburtstag mein Sohn! Restlos alles erdenklich Gute.

Zwei Jahre also nun schon. Zwei Jahre, die sicher nicht nur einfach waren, die Kraft und Nerven gekostet haben – wenn auch erstaunlich wenig. Wenn mir einer gesagt hätte, wie einfach die ersten zwei Jahre werden, hätte ich ihn ausgelacht. DAS habe ich mir so nicht vorgestellt – und ich genieße es. Wenn du nur dein unsägliches Gequietsche wegen nichts lassen würdest. Ich weiß nicht, wer dir diesen Ton beigebracht hat, aber eine Mischung aus Trillerpfeiffe und Hupe ist abartig anstrengend. Zumindest wegen nichts. Wegen nichts! Ja, ich jammere auf hohem Niveau – alles andere klappt so reibungslos, dass es nicht der Rede wert ist. Ich bin sehr stolz auf dich und glücklich.
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„Verletz mich!“

… schrie das Selbstwertgefühl, als es von einer unbedarften Aussage getroffen wurde und an die Vergangenheit oder das eigens auferlegte Denken erinnert wurde.

Kann ich eigentlich selbst bestimmen, wer oder was mich verletzt? Oder bin ich in manchen Situationen gekränkt, weil mir mein Selbstwertgefühl einen Tritt in die Kniekehle verpasst? Bin ich denn schwach, weil mich etwas verletzt? Oder habe ich nur etwas mehr Feingefühl entwickelt und sehe manche Dinge anders? Kann es nicht auch sein, dass Erinnerungen und Erlebnisse einfach noch nicht abgeschlossen sind und mich so Verhaltensweisen und Aussagen in die Lage versetzen, die etwas in mir auslösen? Und vor allem: Wie gehe ich damit in Zukunft um?
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