Die Hände werden schlagartig kalt und feucht. Alles in meinem Körper ist angespannt. Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Die Hände? Fangen an zu zittern. Ich werde unruhig, ich möchte nur laufen. Weglaufen. Doch ich sitze hier. Gelähmt. Gefangen. Festgehalten. Übelkeit überkommt mich. Alles in mir will kotzen, aber nur der Würgreflex entsteht. 1 Mal, 2 Mal … 4 Mal. Ende. Glück gehabt, ich hasse kotzen. Mir ist flau, mir ist kalt, ich zittere. Ich bin im Raum, aber nicht anwesend. Ich sehe meinen Sohn spielen und lachen, aber ich bin nicht bei ihm. Er bindet mich ein, tobt, spielt, turnt. Ich bin dabei, aber nicht bei ihm, nicht in seinem Spiel. Gedanken überfallen mich. Ich muss raus aus der Situation. Rauchen. Rauchen ist meine Rettung, jetzt gerade weggehen zu können. Ich rauche. Zwei hintereinander. So funktioniert das mit der Sucht und dem Belohnungssystem im Kopf. „Komm, eine geht noch, ist nicht schlimm. Die Glimmstengel beruhigen dich ja.“ Ich zünde mir keine dritte Kippe an, aber anwesend? Bin ich immer noch nicht. Seit Tagen.

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