Grau in grau …

An Tagen wie heute – mit regnerischem Wetter – gehe ich durch die Straßen, der Wind weht mir rau ins Gesicht, die Häuser und Umwelt in tiefes Grau gehüllt. Es scheint, als wäre ich farbenblind. Plakate und Leuchtreklame in Grautönen erzählen mir was vom tollen Leben – Das gestellte Glück, gestellte Szenen, gestellte Schönheit, unwirkliche Wahrheiten, die mich noch weiter runterziehen. Die Umgebung wirkt fremd, ein lebensfeindliches Gebiet, das in tiefen Nebel gehaucht ist, der […]

Weiterlesen

Nebel …

Auf dem Weg zur Besserung gibt es immer wieder Tage, da legt sich die Laune wie ein grauer Nebel um mich, ergreift Besitz von mir, lässt die Sonne nur ein wenig durchstrahlen und die Gedanken kreisen in einem endlosen Strudel, rufen neue hervor, reden vieles im Tagesablauf schlecht und unterbrechen die guten Momente. Im Nebel ist die Sichtweite stark eingeschränkt, der “Werkzeugkasten” nicht so greif- und sichtbar, Ängste und Sorgen verdecken jeden klaren Blick und […]

Weiterlesen

Der innere Schweinehund …

… kann ein ganz aufdringliches, ekeliges Arschloch sein. Gerade dann, wenn ich mich eh schon nicht besonders fühle, genau dann ist er besonders daran interessiert, mich noch von allen anderen Sachen abzuhalten. Was das mit Depressionen zu tun hat? Den Schweinehund kennt doch jeder? Richtig! Jeder kennt ihn, aber in depressiven Phasen schaffen es die meisten noch weniger, etwas für sich zu tun und den Körper wahrzunehmen. In der Tagesklinik hieß es “Bewegungstherapie”; Schwimmen, Pilates, […]

Weiterlesen

Abschalten? Auszeit!

Lange habe ich diesen Tag herbeigesehnt. Es gibt doch nichts Schöneres für die Seele, als dem Alltag zu entfliehen und an die Orte zu reisen, die einem gut tun. Mein Kopf schreit dabei entweder nach Meer oder Berge. Da die Berge nicht so schnell zu erreichen sind, schreibe ich diesen Beitrag gerade in einem schnuckeligen Hotelzimmer am Jadebusen. Meer im Februar? Ja, Meer im Februar, denn Meer geht immer! Meer ist ja nicht nur schwimmen. […]

Weiterlesen

Und manchmal …

.. ja, manchmal, da hilft es nichts, da passiert es dann: Immer, wenn du denkst, dass alles gut ist, kotzen dir deine Gedanken zwischen die Synapsen und lachen dich dreckig aus Sicher kann ich mich jetzt zurücklehnen, kann den Wahrheitsgehalt meiner Gedanken hiermit überprüfen. Ich kann es aber auch lassen. Mir ist da nicht nach. Ich möchte diese Gedanken jetzt ausleben. Warum? Das frag ich mich auch oft genug. Genauso, warum wieder die Zweifel aufkommen. […]

Weiterlesen

Auf Wiedersehen!

Ja, auf Wiedersehen! Tschüss! Macht es gut! Es wird Zeit, dass ihr geht! Wer? Meine emotionale Gebundenheit. Mein Wunsch nach Anerkennung. Der Gedanke an eine Versöhnung mit meinen Eltern. Die Hoffnung, dass ich etwas verändere bei ihnen. Ich verabschiede mich von all den Hoffnungen, Wünschen und Gedanken. Und warum “auf Wiedersehen”? Weil ich weiß, dass der Abschied länger dauern wird und es nach wie vor ein hartes Stück Arbeit ist. Sie sind ja noch immer […]

Weiterlesen

Jahresende …

Die wahrscheinlich schwierigsten Tage des Jahres sind vorbei – Weihnachten. Alles in allem angenehme Tage. Irgendwie ist es schon anstrengend, wenn nicht ein Tag dabei ist, den wir für uns haben. Nicht einer. Aber das ist der Tribut, wenn zwei Familien zusammenkommen und dann nochmal intern getrennt sind. 24.12. bei des Herzmenschens Mutter + Mann 25.12. bei meiner Omma (und eigentlich meinen Eltern*) 26.12. bei des Herzmenschens Vater + Frau 27.12. Fahrt nach Wilhelmshaven 28.12. […]

Weiterlesen

Weihnachtsdenkerei

“Oh du fröhl … ” Lassen wir das! Weihnachten steht vor der Tür. Wie jedes Jahr. Irgendwie bin ich dieses Jahr nur noch nicht richtig in Stimmung. Die letzten Tage dazu noch recht angespannte Stimmung in meiner Murmel und passende Kopfschmerzen. Ach herrlich, wenn ich da in meine Gedankenwelt versinke und der Kopf mit Schmerzen klar sagt: “Bis hierhin und nicht weiter. Entspann dich jetzt.” Mache ich. Ich habe die Geschenke zusammen, werde sie wunderhübsch […]

Weiterlesen

Hat das eigentlich alles Sinn?

Während meines Weges habe ich mir ja nun schon mächtig viele Fragen gestellt, aber ich habe vor ein paar Tagen eine Mail von *Marius bekommen, die mich nachdenklich stimmt. *Marius ist selbst betroffen, hat auch schon Therapien gemacht, kennt aber noch immer diese schwarzen Löcher und Gedankenschleifen. Was könnte mich jetzt noch bewegen, dass ich hier irgendwas aufgreife? Ehrlich? Normal nichts. *Marius hat mich erreicht, hiermit: “Die Krankheit bestimmt bis jetzt unser Leben, lass unser […]

Weiterlesen

Diagnosenwirrwarr …

Wer mit psychischen Problemen zu tun hat, stellt sich sicher zwangsläufig die Frage: “Was hab ich eigentlich?” Vor Jahren war es mir eigentlich völlig egal. Da stand für mich nur fest, dass ich was habe, aber vodergründig hats mich nicht interessiert, weil ich meine Gedanken eher an Suizid und wie ich es am besten machen verschwendet habe. Heute sieht das schon ein wenig anders aus. Gestern im Therapiegespräch wurde mir einmal mehr bewusst, dass ein […]

Weiterlesen

Helldunkelhellscheiße!

Es braucht gerade nur das eine Wort. Muss ich auch kein Blatt vor den Mund nehmen. Die letzten Tage waren genau so! Ihr habt doch nicht etwa gedacht, dass es mir schon wirklich besser geht, oder? Besser ja, ich hab mehr verstanden, aber stoppen kann ich noch lange nicht alles. Zudem kommt eine Laune meist einfach so. Ich bin niedergeschlagen, fühle mich ausgebrannt und erst dann schleichen sich noch die Grübelattacken ein. Aber wisst ihr […]

Weiterlesen