4 Artikel Schlagwort danke

Liebe Menschen …

… die ihr mich in irgendeiner Form begleitet. In meinem realen Leben als Freunde, Familie, Partner, Kollegen, Bekannte, Unterstützer, Menschen mit verlorenem Kontakt oder intriganten Arschlöchern. In der Welt online, die ihr meine Beiträge verfolgt, liked, favt, teilt, erzählt oder mit dämlichen Kommentaren behaftet. In der Welt zwischen Realität und online, weil ihr meine Lesungen besucht, mir eine Plattform bietet, mir helft oder mir Absagen aus fadenscheinigen Gründen erteilt. Schön, dass ihr alle ein Teil des Ganzen seid – wie auch immer. Ihr dürft euch alle angesprochen fühlen, denn jeder von euch gibt einen Teil an mich weiter, mit dem ich arbeiten kann. An mir arbeiten. An dem, was ich hier tue. An dem, was daraus in Zukunft wird.

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Jahresende …

Die wahrscheinlich schwierigsten Tage des Jahres sind vorbei – Weihnachten. Alles in allem angenehme Tage. Irgendwie ist es schon anstrengend, wenn nicht ein Tag dabei ist, den wir für uns haben. Nicht einer. Aber das ist der Tribut, wenn zwei Familien zusammenkommen und dann nochmal intern getrennt sind.

24.12. bei des Herzmenschens Mutter + Mann
25.12. bei meiner Omma (und eigentlich meinen Eltern*)
26.12. bei des Herzmenschens Vater + Frau
27.12. Fahrt nach Wilhelmshaven
28.12. Geburtstag des Herzmenschens Opa in WHV + Rückfahrt
29.12. Geburtstagsbrunch des Herzmenschens Patenkind
… und dann reichts auch!! Über 800 km in den Tagen gefahren, Stunden über Stunden im Auto verbracht – auch wenn es sich gelohnt hat.

Ein Rückblick. Ob ich mich mit meiner Überschrift nicht ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt habe? Hmm. Ein Rückblick setzt voraus, dass ich mir die Zeit nehme und nochmal alles Revue passieren lasse. Nun, ich mache eine Kurzfassung …
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Furcht oder Motivation?

Gestern also wieder Therapie. 1 Stunde und 30 Minuten, 3 Zigarretten, Kritik und Lob, Tränen und eine Erkenntnis: Ich bin auf die Fresse gefallen, weil ich es nicht anders wollte und konnte. Ich bin gestolpert, weil ich vorher schon aufgegeben habe. Doch anstatt aufzustehen, hab ich mich dem Programm im Hinterkopf gebeugt und es abspielen lassen. Ich habe nicht selbstbestimmt MEIN Leben gelebt.

„Wenn Sie nur gewillt sind das zu tun, das einfach ist, wird das Leben beschwerlich sein. Aber wenn Sie bereit sind das zu tun, das schwer ist, wird das Leben einfach sein.“ [Eker]

Der einfache Weg. Der Weg des geringsten Widerstandes. Ein Weg, der erst am Ende immer schwierig wurde, wenn mein Versteckspiel aufgeflogen ist, die Lügengerüste zerbrochen und ich vor den Scherben meines Lebens gestanden habe. Der geringste Widerstand war auch, sich einfach den Arbeitsverhältnissen hinzugeben, brav das zu machen, was es gibt und auch nicht mehr. Ein gutes Pferd springt ja schließlich auch nicht höher als es muss. Oder? Warum habe ich eigentlich nicht vorher mein Leben in die Hand genommen und mich verwirklicht, gezeigt was ich kann und angefangen für Träume zu leben? Weil es nicht ging! Wie auch, wenn man sein ganzes Leben klein gehalten wird. „Du kannst das eh nicht.“ „Wie willst du das denn schaffen?“ „Das ist doch lächerlich, da nochmal ne Ausbildung zu machen.“ „War doch klar, dass du da nicht weiterkommst.“ Ehrlich? Ich hab mich doch selbst immer klein geredet, meine Fertig- und Fähigkeiten nach hinten gestellt und nicht für das gekämpft, was ich wirklich kann. Hätte ich es damals gewusst, hätte ich mein Abi gemacht. Ja, mein Abi! Das hätte ich geschafft! Ich war nicht dumm, ich war nur faul, frustriert und wollte rebellieren, damit ich gesehen und gehört werde. Was mir das gebracht hätte? Kann ich nicht beurteilen, aber ich würde es heute sogar noch nachholen wollen. Für mich. Zweifel, Kritik, Neid. Keine Ahnung was es noch alles ist. Ich habs angenommen, ich hab mich dem hingegeben, ich hab nichts mehr gegen gesagt und mich klein machen lassen. Unter Umständen nicht nur in solchen Dingen – des lieben Friedens wegen.

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Dieser Weg …

Mein Weg war kein leichter, aber nun sind sechszehn Wochen vorbei. Eine Zeit, die anstrengend war, in der ich gelacht und geweint habe, verzweifelt bin und reden konnte, mehr zu mir gefunden habe und ehrlicher zu mir sein kann, mich mitteilen durfte und konnte, nie aufgegeben habe, gelernt und verändert habe, neue Sichtweisen gefunden, tolle Menschen kennengelernt habe und vor allem den Grundstein für eine bessere Zukunft legen konnte. Sechszehn Wochen Kampf gegen die Depression und Verzweiflung in mir, der Selbstkritik und anderen anstrengenden Themen, die mir mein Leben und das meiner Freunde schwerer gemacht hat. Die gespielte Fassade fallen zu lassen und authentischer zu sein ist ein schönes Gefühl. Danke an alle meine Wegbegleiter in dieser Zeit und in der Tagesklinik, danke für all die Ablenkung, das Mut machen und einfach da sein.
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