14 Artikel // Therapie

Das Gute? Andere reden drüber … #BLOGfamilia 2017

„Ich hab da nichts zu suchen“, war der erste Gedanke. „Ich bin kein Elternblogger“, war der nächste prägnante Satz. „Mein Thema passt da überhaupt nicht hin“, hat es vollendet. Die letzte Zeit war nur von diesen Gedanken geprägt, nachdem Dani von Glucke & so offen drüber gesprochen hat, dass sie mich für den Blogfamilia Award nominiert hat. Bei Twitter. Bei Twitter? Da war doch gerade erst was, oder? Klar! Barcamp 2016. Am Ende aber völlig Hupe. Das ist etwas, wo ich sowieso keine Kirsche gewinne. Ich bin ja eben kein typischer Eltern- oder Familienblog. „Ich bin nur ein Papa, der ein paar Dinge aus dem Leben als Familie mit Krankheit zeigt, und immer noch seinen Weg findet“, sprach der Kopf.
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Barcamp 2.0 … wir reden wieder!

Sonntag statt Samstag. Und auch nicht ganz ein Jahr her. 8 Monate sind es nur. 8 Monate, seitdem sich sehr viel entwickelt hat. Bei mir. Eins hat sich nicht geändert: „Ich gehe zum Barcamp in Hannover. Da hat alles angefangen, da mache ich weiter.“ Es gibt aber auch ne Menge Unterschiede. Diesmal habe ich nicht vorher rumgeörkst, dass ich mir ein Ei ins Nest gelegt habe. Diesmal war klar, was ich tun werde. Hingehen, erzählen was durch und seit dem Barcamp 2016 passiert ist, dankbar sein. Sessionthema also: „Leben 2.0! Mein Weg mit Depressionen und Suizidgedanken. #bch16 als Wegbereiter“ Ok … und was ist da nun so passiert?
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Maifeiertag …

Während ihr wahrscheinlich gerade vom Tanz in den Mai nach Hause kommt, sitze ich hier schreibend und lasse die letzten zwei Jahre nochmal präsent werden. Es ist 5.40 Uhr. Warum mein Körper mich an arbeitsfreien Tagen zu dieser Zeit aus dem Bett scheucht, weiß ich noch nicht. Vielleicht ist das aber die Quittung dafür, dass ich die abendlichen Einschlafprobleme – bis auf ein paar wenige Tage – in den Griff bekommen habe. Schlimm? Nein, keinesfalls. „Wer früher wach ist, hat mehr vom Tag.“ Oder? So bin ich in der glücklichen Lage, jeden Morgen den Sonnenaufgang – mit meiner Tasse Kaffee in der Hand – zu beobachten. Heute nicht! Heute fliege ich nochmal über alle Überschriften meines Blogs und schaue, was sich in zwei Jahren Schreiberei ergeben hat.

Sicher habt ihr nicht alles gelesen, oder? Ihr habt mich erst später gefunden, richtig? Vor zwei Jahren habe ich das erste Mal richtig reflektiert offen gesagt, was los ist: „Depressionen.“ Es ging um verletzte Kinder, es ging um Verantwortung, es ging um Eltern und dem Abschied, es ging um Oppa (noch immer mit Doppel-P!), es ging um die Kraft der Gedanken und wie wichtig die Therapie ist, es ging um knallharte Antworten aus dem Umfeld, es ging um die Sinnfrage. Ich wollte lieben, was ist – ich tue es noch. Ich wollte kurz was, ich will es immer noch. Manchmal geht auch nur ums Zuhören, nicht reden! Und dann wurde es Zeit, dass meine Gedanken und die Depression mal ne Zeit in Urlaub gehen.
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Hilfe zur Selbsthilfe … oder so.

„Und wie fanden die Neuen heute die Runde?“ So endete gestern die erste Selbsthilfegruppenrunde – ein zauberhaftes Wort – für mich. Es war gut. Ja, es war gut. Auch wenn ich mich jetzt nach der Auszeit stabil fühle, finde ich es keineswegs falsch, mich regelmäßig mit anderen auszutauschen. Selbsthilfegruppe. Hilfe zur Selbsthilfe. Das ist eine Hürde, ein verdammt große Hürde. Es ist anders, als in eine Klinik eingewiesen zu werden. Es ist anders, als zum Therapeuten zu gehen und ja, es ist auch anders, als die Stuhlkreis-Gruppentherapie während eines Klinikaufenthaltes. Der Weg zu einer Selbsthilfegruppe ist freiwillig, niemand zwingt mich daran teilzunehmen, niemand zwingt mich zum Reden, niemand stellt therapeutische Fragen, niemand wird hinterher was zu einer Diagnose in meine Krankenakte schreiben. Es ist mein – und nur mein Entschluss – mir selbst zu helfen, indem ich mich mit anderen über mein Befinden austausche. Ich will mich noch ein Stückchen besser kennenlernen.
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Dann kommt die Zeit…

… da muss ich mir ne Auszeit nehmen. Nein. Ich habe mich gezwungen, diese Auszeit nehmen zu müssen. Gezwungen, weil ich falsch gehandelt habe und nun die Verantwortung dafür tragen muss. Müssen? Ja! Es ging kein Weg drum herum. Und heute kann ich sagen: „Ja, es war genau richtig so. Es musste so kommen. Egal wie schwer der Anfang war.“ Warum?

Tja, es ist eine Zeit geworden, in der ich mich mit mir auseinander musste, bewaffnet mit Zettel und Papier. Das Ziel? Alles aufzuschreiben, was mich bewegt, um den Grund zu finden, dass ich mich immer und immer wieder ins Aus geschossen habe. Warum ich „ich mich“ schreibe? Weil ich es jetzt weiß. Ich habe einfach nicht die Verantwortung für mein Leben übernommen. Ich habe sie einfach abgelehnt und mich nicht kümmern wollen, „es hat ja immer funktioniert“. Mein Leben lang habe ich mich also in die Scheinwelten geflüchtet, damit ich die Verantwortung nicht tragen muss. „Es hat ja immer funktioniert.“ Bis heute.
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Der innere Schweinehund …

… kann ein ganz aufdringliches, ekeliges Arschloch sein. Gerade dann, wenn ich mich eh schon nicht besonders fühle, genau dann ist er besonders daran interessiert, mich noch von allen anderen Sachen abzuhalten. Was das mit Depressionen zu tun hat? Den Schweinehund kennt doch jeder? Richtig! Jeder kennt ihn, aber in depressiven Phasen schaffen es die meisten noch weniger, etwas für sich zu tun und den Körper wahrzunehmen. In der Tagesklinik hieß es „Bewegungstherapie“; Schwimmen, Pilates, ein wenig Laufen, Badminton, Volleyball. Sehr reduziert, aber immer so, dass wir in Bewegung sind. Nicht verkehrt. Auf der einen Seite ist es eine Achtsamkeitsübung, auf der anderen Seite lenkt es von Gedankenkarussellen ab. Ich konzentriere mich auf meine Bewegungen und die Empfindungen dabei. Und warum schreibe ich das nun alles?
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Lieben, was ist …

… sagt Byron Katie. Ich soll einfach lieben, was ist. „Ich weiß nicht, was und wie ich damit etwas anfangen soll“, war der erste Gedanke, als ich darauf gestoßen bin. Wie? Nun ja, durch einen Vortrag von Robert T. Betz. Ich kann nichts mit Spiritualität und Gott anfangen, wahrlich nicht, aber es sprach auch nichts dagegen, mich etwas mehr damit zu beschäftigen. Es kann ja nichts passieren, wenn ich mir den Vortrag oder das Hörbuch antue. Doch! Ich könnte eventuell noch andere Überzeugungen bekommen. Ausschlaggebend hierfür war auch mein Therapeut, der mir ein paar Fragen zum Nachdenken mit auf den Weg gegeben hat. Der Haken an der Geschichte? Es klingt alles so banal einfach, dass ich das selbst nicht immer für voll nehme und ausprobiere. 4 Fragen, die mir mehr Selbsterkenntnis bringen. Worum geht es nun bei Byron Katie oder Robert Betz?
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Warten …

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Diagnosenwirrwarr …

Wer mit psychischen Problemen zu tun hat, stellt sich sicher zwangsläufig die Frage: „Was hab ich eigentlich?“ Vor Jahren war es mir eigentlich völlig egal. Da stand für mich nur fest, dass ich was habe, aber vodergründig hats mich nicht interessiert, weil ich meine Gedanken eher an Suizid und wie ich es am besten machen verschwendet habe. Heute sieht das schon ein wenig anders aus. Gestern im Therapiegespräch wurde mir einmal mehr bewusst, dass ein „Facharzt“ auch nur von dem ausgehen kann, was er weiß und wie viel ich preisgebe. Im Grunde ist die Diagnose „Depression“ sehr schnell und einfach gesagt, Pillen verschrieben und dann wars das erstmal. Patient glücklich, Arzt hats Geld verdient. Alles schön. Vor meinem Abschnitt in der Tagesklinik habe ich natürlich auch angefangen Bücher zu lesen, Selbsttests zu machen und zu googlen. Sinn? Keiner. Ich will auch keinesfalls meine vorherigen Therapeuten in Frage stellen und werde auch gewiss nicht nach dem Mund meines jetzigen reden, aber wenn ich mich mit den Verläufen beschäftige fällt auf: Momentan bin ich nicht in einer klassischen Depression. Es gibt da ein paar feine Unterschiede, die es aber nicht abmildern. Was ist denn nun anders?
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Furcht oder Motivation?

Gestern also wieder Therapie. 1 Stunde und 30 Minuten, 3 Zigarretten, Kritik und Lob, Tränen und eine Erkenntnis: Ich bin auf die Fresse gefallen, weil ich es nicht anders wollte und konnte. Ich bin gestolpert, weil ich vorher schon aufgegeben habe. Doch anstatt aufzustehen, hab ich mich dem Programm im Hinterkopf gebeugt und es abspielen lassen. Ich habe nicht selbstbestimmt MEIN Leben gelebt.

„Wenn Sie nur gewillt sind das zu tun, das einfach ist, wird das Leben beschwerlich sein. Aber wenn Sie bereit sind das zu tun, das schwer ist, wird das Leben einfach sein.“ [Eker]

Der einfache Weg. Der Weg des geringsten Widerstandes. Ein Weg, der erst am Ende immer schwierig wurde, wenn mein Versteckspiel aufgeflogen ist, die Lügengerüste zerbrochen und ich vor den Scherben meines Lebens gestanden habe. Der geringste Widerstand war auch, sich einfach den Arbeitsverhältnissen hinzugeben, brav das zu machen, was es gibt und auch nicht mehr. Ein gutes Pferd springt ja schließlich auch nicht höher als es muss. Oder? Warum habe ich eigentlich nicht vorher mein Leben in die Hand genommen und mich verwirklicht, gezeigt was ich kann und angefangen für Träume zu leben? Weil es nicht ging! Wie auch, wenn man sein ganzes Leben klein gehalten wird. „Du kannst das eh nicht.“ „Wie willst du das denn schaffen?“ „Das ist doch lächerlich, da nochmal ne Ausbildung zu machen.“ „War doch klar, dass du da nicht weiterkommst.“ Ehrlich? Ich hab mich doch selbst immer klein geredet, meine Fertig- und Fähigkeiten nach hinten gestellt und nicht für das gekämpft, was ich wirklich kann. Hätte ich es damals gewusst, hätte ich mein Abi gemacht. Ja, mein Abi! Das hätte ich geschafft! Ich war nicht dumm, ich war nur faul, frustriert und wollte rebellieren, damit ich gesehen und gehört werde. Was mir das gebracht hätte? Kann ich nicht beurteilen, aber ich würde es heute sogar noch nachholen wollen. Für mich. Zweifel, Kritik, Neid. Keine Ahnung was es noch alles ist. Ich habs angenommen, ich hab mich dem hingegeben, ich hab nichts mehr gegen gesagt und mich klein machen lassen. Unter Umständen nicht nur in solchen Dingen – des lieben Friedens wegen.

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