5 Artikel Schlagwort achtsamkeit

5 Tipps für noch schlechtere Stimmung

In meinen depressiven Episoden ist im Regelfall alles schwarz. Nicht bunt, nicht grau, auch nicht graumelliert, schon gar nicht hellgrau, sondern schwarz. Dunkel mit Aussicht auf gar nichts. Und wenn alles so dunkel und schwarz ist, kann auch gar keine Laune entstehen – außer eben der schlechten, die mich dann manchmal auch wütend macht, weil ich es nicht akzeptieren möchte. Dabei weiß ich es doch besser. Es gibt die Tage, ich kann eine Menge dagegen tun, mache es aber nicht und harre der Dinge die da … tja … eigentlich nie kommen. Können sie auch nicht, denn ich male grundsätzlich auch alles um mich herum schwarz an. Und weil das so viel einfacher ist, als sich auf die „guten“ Dinge zu konzentrieren, habe ich für mich 5 Tipps, damit es noch schlechter wird, denn der Kopf weiß seit je her: „Du schaffst es nicht. Das war schon immer so. Und wenn das jetzt schon beschissen gelaufen ist, ist der Tag eben hin.“
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5 Dinge, die ich als depressiver Vater immer wieder tun muss

Nur ein einziges Mal in über 20 Monaten wurde mir gesagt, dass es unverantwortlich wäre, als depressiver Mensch ein Kind zu bekommen. Ich würde mich nicht ausreichend kümmern können, die Krankheit wäre vererbbar, über kurz oder lang müsste ich sowieso wieder in eine Therapie und meine Frau die ganze Last tragen. Kurz gesagt: hast oder hattest du eine psychische Erkrankung, darfst du kein Kind bekommen! Ich weiß, dass es viele Mütter und Väter gibt, die trotz der Erkrankung ein wundervolles Leben führen (können), und dadurch auch eine ganz andere Einstellung zum Leben gefunden haben. Auf der anderen Seite schwingt natürlich eine kleine Gefahr immer mit – es wäre aber vermessen zu sagen, dass psychische Krankheiten der Auslöser wären. Ich habe keine Zweifel mehr.

In fast jeder Lesung werde ich gefragt, ob mein Sohn mir eine Stütze ist. Ich werde auch gefragt, wie der Alltag an schweren Tagen trotzdem funktioniert. Und viel öfter werde ich gefragt, ob mein Sohn bzw. meine Familie mich vor einem Suizid bewahren würde.

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Alles im Griff? Oder noch Tunnel?

Fragen, die immer mal wieder auftauchen. Fragen, die mich beschäftigen. Habe ich nun alles im Griff? Nein. Ich versuche alles im Griff zu haben. Ich habe vieles im Griff. Doch am Ende haben mich auch die Gedanken noch immer im Griff. Wer spielt hier eigentlich mit wem? Und warum ist es so anstrengend, da endlich einen guten und richtigen Weg zu finden? Ich muss zugeben, dass es mich manchmal sehr ankotzt, mich dauernd damit auseinanderzusetzen. Nach fast 4 Jahren täglicher Arbeit an mir selbst, an meinen Denkmustern, an Auslösern, Akzeptanz, Veränderung, Therapie, Höhen und Tiefen, Strategieentwicklung, Aushalten und vielen Gesprächen, bin ich pappsatt. Der Kopf ist so vollgedröhnt mit Informationen, dass es reicht.
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Winterkind

Kalte, klare Luft umgibt mich. Die Sonne sucht sich ihren Weg über Bäume und Büsche. Der Frost hat sich nachts wie eine Decke über alles gelegt und funkelt jetzt. Die Gedanken? Gefangen. Wie unter dieser Decke. Festgefroren. Und sie tauen nur schwer auf. Der Blick starr nur auf mich, auf alle Verfehlungen meines Lebens. Auf die Wärme wartend, dass ich auch wieder die guten Dinge sehen kann. All das, was ich in 24 Monaten erreicht habe. Wieder die Liebe so spüren, wie sie mich täglich umgibt. Und wieder auf das schauen, was zählt – nicht auf den Schmerz und die Verletzungen vergangener Zeiten. Ich bin mehr, als die Vergangenheit. Ich bin mehr, als diese Gefühle. Wenn es taut, werde ich achtsamer sein. Aber jetzt? Friere ich, lasse mich gefangen halten. Und ich genieße noch einen Moment die Kälte. Nur einen Moment. Und es bleibt dieser Moment. Nachher oder morgen wird es tauen. Ich bin kein Kind des Winters mehr, ich lebe im Frühling. Meistens.

Väterchen Frost

Selbstfürsorge. Jetzt!

Es gibt Momente, da werde ich grandios rückfällig und hänge in der Situation, dass sich doch endlich auch mal jemand um mich kümmern muss. Jetzt! Jemand, der mich einfach so in den Arm nimmt. Jemand, der mir Mut zuspricht. Jemand, der mich zwar kritisiert, aber dennoch aufbaut. Jemand, der mich beschützt und sagt, dass alles gut wird. Jemand, der mir einfach etwas Gutes tut und mich verwöhnt. Jemand, der mir meine Stärken zeigt und diese unterstützt. Und bei der Suche nach diesem „Jemand“ falle ich unweigerlich in die Negativspirale und bin traurig. Enttäuscht. Vielleicht sogar verletzt. Irgendwer wird mir doch all das mal geben können! Dabei weiß ich doch, dass ich das selbst am besten kann – wenn ich es nicht vergesse. Eigentlich weiß ich es. Ja, ich bin mir bewusst, dass ich egoistisch handeln muss, damit ich meine Bedürfnisse befriedige. Eigentlich.
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