Unbefristet.

Ein schönes Wort, oder? Un-be-fris-tet. Ein Wort, bei dem keine Steigerung möglich ist. Da ist etwas zeitlich nicht mehr begrenzt. Ja, natürlich kann ich den Einwand verstehen. Es KANN zeitlich nach hinten raus offen sein – es muss nicht. Nur weil etwas nicht befristet ist, muss das nicht so bleiben. Für alles wird es immer ein Ende geben.

Manchmal wünscht man sich ja eine Befristung. Für die Depression. Oder andere psychische Krankheiten. Oder anderen Krankheiten generell. Schön, wenn man frühzeitig weiß, dass es nur für einen bestimmten Zeitraum so ist.  Weiter →

Keine Zeit …

… oder: Mein Sohn zeigt mir Dinge, die ich als Erwachsener vergessen habe. Natürlich ist das alles ein abgelutschtes Thema. „Nimm ein Kind an die Hand und …“ Blah! Ich kann es nicht mehr hören. Und ich will diese Floskeln und Metaphern auch nicht mehr weitergeben. Eigentlich. Denn sie stimmen. Alle. Durch die Bank weg. Es ist nun über 7 Monate her, dass der kleine Mann das elektrische Licht (ja, tschuldigung, das Heinz-Erhardt-Ding musste sein – kommt nicht nochmal vor!) der Welt erblickte und seitdem alles mehr oder weniger auf den Kopf stellt. Warum eigentlich auf den Kopf stellt? Warum …
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Herr Bock fragt … Sandra Knümann!

Herr Bock fragt … betroffene Menschen, Buchautoren, Angehörige und heute auch endlich mal eine Therapeutin. Nicht meine Therapeutin, dazu wohnt sie leider zu weit weg, aber – wie ich finde – eine interessante Form der Therapie. Unkonventionell! Für mich als Menschen, der eh gerne drau0en unterwegs ist, würde sich das wohl lohnen, mal bei Sandra anzuklingeln. In der heutigen Zeit, wo Achtsamkeit und der Blick auf sich selbst eine immer größere Rolle spielt, ist die Natur der beste Partner. Selbst in meinen Therapien wurde mir für die Achtsamkeitsübungen immer in Spaziergang und das bewusste Wahrnehmen der Umwelt empfohlen. Aber ist das wirklich alles? Gibt es da noch mehr? Muss ich Bäume umarmen? Oder mit den Blumen sprechen?

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Stille …

… in mir. In meinem Kopf. In meinen Fingern. Überall. So still, dass ich hier seit Tagen immer wieder das Fenster aufmache, auf den weißen Monitor starre, der blinkende Cursor irgendwann verschwimmt und ich dann einfach wieder auf das X drücke, damit sich das Fenster schließt. Es ist sogar passiert, dass ich Beiträge angefangen habe, aber nach dem ersten Satz als nicht erwähnenswert abgetan habe. Ich habe mich erwischt, dass ich einfach etwas Informatives schreiben wollte, nur damit der Blog – mein Blog – Content bekommt und ich nicht in Vergessenheit gerate. Aber war es das, was ich wollte? Nein. War es nicht. Ich habe schlichtweg vergessen, worum es mir hier eigentlich ging. Um mich. Um meinen Kopf. Um meine Gedanken und meine Momente, wann ich etwas zu erzählen habe. Es sind nicht viel zur Zeit. Punktuell ja, aber es ist ein keinen großen Artikel wert …
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Weihnachtsgedanken? Nö. Liebe!

Eigentlich wollte ich aus verschiedenen Gründen auf einen Rückblick auf 2015 verzichten. Vor allem, weil mir mittlerweile die Zeit fehlt und ich es nicht immer schaffe, mir die Zeit zum Schreiben zu nehmen. Warum ich jetzt trotzdem schreibe? Ich muss mir nochmal bewusst machen, wie besonders dieses Jahr ist. „Müssen“? Ja. Klar. Wie schnell sind Momente vergessen und sind plötzlich „ganz normal“. Sicher, da sind Dinge ganz normal – aber nicht für mich. Nicht nach den letzten Jahren. Nicht nach all den selbstgemachten Stolpersteinen und „verbockten“ Chancen.
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„Verletz mich!“

… schrie das Selbstwertgefühl, als es von einer unbedarften Aussage getroffen wurde und an die Vergangenheit oder das eigens auferlegte Denken erinnert wurde.

Kann ich eigentlich selbst bestimmen, wer oder was mich verletzt? Oder bin ich in manchen Situationen gekränkt, weil mir mein Selbstwertgefühl einen Tritt in die Kniekehle verpasst? Bin ich denn schwach, weil mich etwas verletzt? Oder habe ich nur etwas mehr Feingefühl entwickelt und sehe manche Dinge anders? Kann es nicht auch sein, dass Erinnerungen und Erlebnisse einfach noch nicht abgeschlossen sind und mich so Verhaltensweisen und Aussagen in die Lage versetzen, die etwas in mir auslösen? Und vor allem: Wie gehe ich damit in Zukunft um?
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Löwenzahn …

Jahre voller grau.
Jahre voller Wut.
Jahre voller Angst.

Jahrelang falsch gedacht.
Jahrelang falsch gehandelt.
Jahrelang mich nicht erkannt.

Heute blüh ich auf.
Heute scheint die Sonne.
Heute bin ich Herr der Probleme.

Jetzt bin ich der Löwenzahn, der zwischen den tristen Pflastersteinen wächst und sein Leben bunt erscheinen lässt. Jetzt ist meine Zeit. Jetzt habe ich verstanden, dass ich mein Problem war!

Generationsdingsbums mit Gefühlen …

Hört auf zu nerven! Ja, es nervt gewaltig, wenn hier alle 2 Tage das Telefon klingelt und als Begrüßung ein: „Ich wollte mal hören, wie es meinem Enkel geht“, durch die Leitung hallt. Es geht ihm gut! Uns übrigens auch. Ja, er schläft gut. Manchmal zwickt der Bauch, weil er nicht richtig Bäuerchen macht, aber unser Sohn ist nicht krank und leidet auch nicht an irgendwas. Er wird es überleben, wenn der Pups mal etwas drückt und zwickt, da darf auch mal geweint werden. Es ist fucking normal! Oder habt ihr alle vergessen, wie es bei euch war, als euer Kind auf der Welt war? Wahrscheinlich. Wahrscheinlich ist das elterliche Denken plötzlich verschwunden und als Großeltern tickt man komplett anders …
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„Hilfe zu suchen … [Gastbeitrag]

… und Dinge einfach so zu akzeptieren – das ist Mut.“ So fing die Mail an, die mir Steffi geschickt hat. Natürlich bin ich bereit, auch ihren Gastbeitrag bei mir zu veröffentlichen. Warum auch nicht? Nach wie vor ist das Credo: Reden wir drüber und verschweigen es nicht. Zeigen wir anderen, dass es noch mehr Menschen mit ähnlichen Problemen und Symptomen gibt. Steffi – Gefühlsmensch, Herzmensch, Musikmensch – durch und durch nicht der Krankheit erlegen. Ich ziehe den Hut, weil sie es schafft, IHREN Weg zu gehen. Den Weg, den sie eigentlich will. Mit allen Hürden. Weg vom festen Ufer, der Sicherheit …
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Gegenwart!

Einer dieser Tage. Ein Augenblick von vielen. Ein Gedanke, der herausragt. Eine Situation, die ich mir nie ausmalen konnte. Ein Moment, dem ich meine Frage nie gestellt habe. „Was wäre wenn?“ Abläufe, die ich nie durchdacht habe, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Keine Wut, keine Angst, keine Nächte mit quälenden Folgefragen. Es ist einfach jetzt.

Heute trifft meine Vergangenheit auf meine Zukunft. Heute treffen all die Gefühle, die ich die letzten Jahre aufarbeiten musste, auf die Gefühle, die ich zukünftig habe. All die Wut, Trauer, Schmerz, unerfüllten Sehnsüchte, suchende Liebe, vergessene Aufmerksamkeit und Unterstützung werden meinen Mut, Freude, Freiheit, kindliches Dasein, Vertrauen, Verantwortung und Liebe treffen.

Sie treffen sich dort, wo ich so viel erlebt habe. Wo all die Probleme gegenwärtig waren. Wir sind dort, wo ich selbst aufgewachsen bin. Wir werden als Familie dort zusammen sein. Es wird einen gravierenden Unterschied geben: Genau dieser Ort in der Situation mit den Gefühlen wird mir nochmal bewusst machen, dass ich meinen Sohn vor meinen Erfahrungen beschützen werde.

… und heute stehe ich als Gegenwart zwischen der Vergangenheit und Zukunft und habe keine Angst mehr. Keine Angst vor dem Leben. Ich suche nicht mehr, ich habe gefunden. Die Prioritäten, die Liebe, die Verantwortung, das Leben, meine eigene Familie – und mich. Heute!