Ansprechen? Richtig! Oder „einladen“. Als Gesprächspartner, als Vorleser, als Diskussionspartner, als Informant, als Gefühlevermittler oder als der, der eine Brücke zwischen Betroffenen und Angehörigen schlägt.

Warum? Weil ich etwas zu sagen habe. Weil ich das Gefühl und das Denken während der Depressionen in Worte fassen möchte. Weil ich darüber sprechen möchte, warum Suizid oftmals als der vermeintlich letzte Ausweg gesehen wird. Und wir sollten darüber sprechen, wie es sich anfühlt, jeden Tag damit zu leben.

Kurzum: Es geht um Depressionen, Suizidgedanken, Therapie, das persönliche Umfeld und wie sich das alles anfühlt. Mir geht es dabei rein um die Aufklärung – nicht um irgendwelche Profite oder Bekanntheit. Mir geht es einerseits darum, ein kleines Sprachrohr für Betroffene zu sein. Andererseits hoffe ich, bei Nichtbetroffenen dazu beizutragen, diese Thematik zu verstehen und eventuell ein Stück nachempfinden zu können, damit wir alle ein bisschen mehr auf unsere Mitmenschen achten. Es geht nicht um Zahlen, Daten, Fakten, Medikamente. Es geht auch nicht darum, meinen Weg als irgendein Heilmittel anzupreisen – im Gegenteil! Mir geht es um die wahren Gefühle in den depressiven Episoden. Es geht mir um das, was wirklich im Kopf passiert und wohin der Fokus rutscht. Und mir geht es nicht darum, dabei irgendwelche Tipps zu verteilen, was ein Betroffener zu tun hat. Ich möchte darüber sprechen, was viele nur denken können.

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Wo, wie und wann? Sollten wir vielleicht kurz per Mail (info [at] verbockt.com) klären. Grundsätzlich ist mir ja völlig egal, ob es 5, 12, 31 oder 102 Menschen sind, die mir zuhören möchten und sich an einem Gesprächen beteiligen. Wichtig ist, dass das Catering stimmt – also, vielleicht.

Wie ich lese? Aus meiner „Kladde“. Aus meinem Leben. Mit meinen Stolpersteinen. Und meinen Wegen bzw. Erklärungen dazu. Warum ich lese? Um aufzuklären. Um Hände zu reichen und das Stigma kleiner werden zu lassen. Wo ich lese? Überall. Nur nicht auf öffentlich Toiletten, da will ich meine Ruhe!

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Es wäre schön, wenn wir kurz darüber schnacken könnten. Oder du hast einen Vorschlag, an wen ich mich wenden kann? Dann zöger nicht lange, schreib mir! Ich freue mich drüber!