Auf Wiedersehen!

Ja, auf Wiedersehen! Tschüss! Macht es gut! Es wird Zeit, dass ihr geht! Wer? Meine emotionale Gebundenheit. Mein Wunsch nach Anerkennung. Der Gedanke an eine Versöhnung mit meinen Eltern. Die Hoffnung, dass ich etwas verändere bei ihnen. Ich verabschiede mich von all den Hoffnungen, Wünschen und Gedanken. Und warum “auf Wiedersehen”? Weil ich weiß, dass der Abschied länger dauern wird und es nach wie vor ein hartes Stück Arbeit ist. Sie sind ja noch immer Tag für Tag präsent und ein Teil meines Lebens. Doch heute, ja genau heute, der 01.01.2014 wird der Moment für die Veränderung. Ich habe den Mut, die Kraft und den Willen.

Es wird Zeit, dass ich die mir aufgezwungene Verantwortung endlich an die Menschen zurückgebe, die sie mir aufgedrängt haben. Es ist an der Zeit, dass ich die richtigen Worte finde und in mein eigenes Leben starte. Es ist an der Zeit, dass ich die Verantwortung für mein eigenes Leben übernehme und nicht mehr das meiner Eltern, sie nicht mehr schütze und schon gar nicht ein schlechtes Gewissen habe. Es ist Zeit, dass ich mit letzter Konsequenz meine Entscheidungen treffe und zu diesen stehe. Es wird Zeit für eine Konfrontation …

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Jahresende …

Die wahrscheinlich schwierigsten Tage des Jahres sind vorbei – Weihnachten. Alles in allem angenehme Tage. Irgendwie ist es schon anstrengend, wenn nicht ein Tag dabei ist, den wir für uns haben. Nicht einer. Aber das ist der Tribut, wenn zwei Familien zusammenkommen und dann nochmal intern getrennt sind.

24.12. bei des Herzmenschens Mutter + Mann
25.12. bei meiner Omma (und eigentlich meinen Eltern*)
26.12. bei des Herzmenschens Vater + Frau
27.12. Fahrt nach Wilhelmshaven
28.12. Geburtstag des Herzmenschens Opa in WHV + Rückfahrt
29.12. Geburtstagsbrunch des Herzmenschens Patenkind
… und dann reichts auch!! Über 800 km in den Tagen gefahren, Stunden über Stunden im Auto verbracht – auch wenn es sich gelohnt hat.

Ein Rückblick. Ob ich mich mit meiner Überschrift nicht ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt habe? Hmm. Ein Rückblick setzt voraus, dass ich mir die Zeit nehme und nochmal alles Revue passieren lasse. Nun, ich mache eine Kurzfassung …

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Weihnachtsdenkerei

“Oh du fröhl … ” Lassen wir das! Weihnachten steht vor der Tür. Wie jedes Jahr. Irgendwie bin ich dieses Jahr nur noch nicht richtig in Stimmung. Die letzten Tage dazu noch recht angespannte Stimmung in meiner Murmel und passende Kopfschmerzen. Ach herrlich, wenn ich da in meine Gedankenwelt versinke und der Kopf mit Schmerzen klar sagt: “Bis hierhin und nicht weiter. Entspann dich jetzt.” Mache ich. Ich habe die Geschenke zusammen, werde sie wunderhübsch einpacken und freu mich auf Heilig Abend. Es darf gerne so schön werden wie letztes Jahr. Aber im Kopf ist ja noch mehr.

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Herr Bock fragt … [2]

Der zweite Teil: Herr Bock fragt … sein Umfeld, enge Vertraute, Freunde, Familie und Wegbegleiter. Wie haben mich meine Mitmenschen gesehen? Wie sehen sie mich heute? Die Fragerunde ist auch wieder eine typische Win-Win-Situation. Ich hab die Chance von diesen Menschen ein paar Antworten für mich zu bekommen und ihr könnt sehen, wie Menschen auf mich bzw. meine Krankheit reagieren, was es bei ihnen auslöst und was noch alles so sein kann. Sonst schildere ich – jetzt sind sie dran.

Heute K. … die einfach zu weit weg wohnt, zu ungern telefoniert, aber trotzdem mehr weiß, als mir manchmal lieb ist. Beste Freundin, Motivatorin, Kritikerin. Wie sieht sie mich?

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Hat das eigentlich alles Sinn?

Während meines Weges habe ich mir ja nun schon mächtig viele Fragen gestellt, aber ich habe vor ein paar Tagen eine Mail von *Marius bekommen, die mich nachdenklich stimmt. *Marius ist selbst betroffen, hat auch schon Therapien gemacht, kennt aber noch immer diese schwarzen Löcher und Gedankenschleifen. Was könnte mich jetzt noch bewegen, dass ich hier irgendwas aufgreife? Ehrlich? Normal nichts. *Marius hat mich erreicht, hiermit:

“Die Krankheit bestimmt bis jetzt unser Leben, lass unser Leben die Krankheit bestimmen und versuchen sie zu akzeptieren, sie an unserem Leben teilhaben zu lassen! Etwas möchte die Krankheit uns sagen, davon bin ich überzeugt. Auch wenn es immer wieder scheiß Momente gibt, Momente die mich runterziehen, Momente die meine Gedanken so in Anspruch nehmen, dass ich abends keine Kraft mehr habe, muss diese Krankheit für etwas gut sein!”

Seit Tagen lasse ich mir das jetzt durch den Kopf gehen. “Was will die Krankheit bzw. mein Verhalten mir sagen?” Konkrete Antworten? Entscheidet selbst …

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