Umdenken!

Na, kennt ihr das Gefühl von Stillstand und dem langsamen “Ich rutsche gerade wieder zurück zu alten Mustern”? Sicher kennt ihr das. Ein beschissenes Gefühl, dass sich noch zu den alltäglichen Belastungen mischt. Und rumsbums sitzte wieder mitten in deiner Gedankenwelt, einem unbezwingbaren Berg von Sorgen und Ängsten, dem erdrückenden Kritiker und dem verschwunden Selbstwert. Da kämpfste dich über Monate durch Therapien, Gruppen, Bücher, Gespräche und veränderst über die Zeit alles so, damit es gut ist und dann? Genau dann spult die Festplatte wieder ganz automatisch diesen Mist ab und du bist in kürzestes Zeit wieder im falschen Modus. Das Antivirenprogramm hat also nicht alles erwischt, beim Formatieren sind ein paar Reste geblieben, die sich jetzt in die saubere Software schmuggeln.

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Ähm, bitte?

Ich weiß gar nicht, wo ich hier heute anfangen soll. Es gibt Tage, die kotzen dich regelrecht an. Heute ist wahrscheinlich einer dieser Tage, die sich mit einer ausgereiften Magen-Darm-Grippe vor mir aufbauen und ihr Innerstes … lassen wir das. Was mir die Laune so verhagelt? Menschen. Ja, ich habe endgültig den Moment erreicht, dass ich mein Schreiben hier in Frage stelle. War ja schon mal die Frage, ob das alles Sinn macht. Klar, ich hab Leser. Klar, ich hab Likes auf der Facebookseite. Klar, mir folgen Menschen bei Twitter (wohl auch, weil ich da eben nicht nur Gedanken verpacke). Und normalerweise interessieren mich die Zahlen nicht wirklich, ich schreibe hier für mich, nicht für dich, dich, dich oder dich. Nur für mich. In erster Linie interessiert mich der Austausch untereinander, ja, mit dir, dir und dir. Oder auch dir! Wo jetzt das Problem ist?

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Erwartungen …

… können das Salz in meiner Suppe sein – und genau diese Erwartungen versalzen die Suppe gerne mal. Erwartungen – also Forderungen – begegnen mir immer wieder. Sei es meine eigene Einstellung oder von Menschen, die von mir etwas erwarten. Natürlich sprechen sie das nicht aus – das wäre viel zu einfach – sie erwarten wortlos. Wie kann ich denn so eine Forderung erfüllen, wenn ich nicht weiß, was du dir erhoffst? Gar nicht. Ich werde sie zwangsläufig enttäuschen. Andersrum genauso. Sage ich dir nicht, was ich mir vorstelle, erhoffe mir etwas, werde ich immer und immer wieder enttäuscht. Erwartungen sind eben meine Gedanken und nicht das, was der andere macht.

Ich erwarte, dass mir meine Freunde zum Geburtstag gratulieren. Ich erwarte, dass öffentliche Verkehrsmittel pünktlich sind – egal bei welchem Wetter. Ich erwarte, dass die Post immer richtig zugestellt wird. Ich erwarte, dass mich keiner anlügt. Ich erwarte auch, dass ich so behandelt werde, wie ich es mit anderen mache. Ich erwarte, dass meine Meinung akzeptiert wird. Ich erwarte, dass ich für meine Leistung immer eine Gegenleistung bekomme. Ich ERWARTE es. Und wenn es nicht eintrifft? Bin ich enttäuscht, manchmal sogar sauer und frustriert. Und gerade wenn es um die Freunde geht, springen wir doch gern in die Situation: “Ich habe gedacht, du machst das dann auch für mich. Toller Freund bist du! Dir werde ich auch nicht mehr helfen. Wir waren die längste Zeit Freunde.” Oder auch gern genommen: “Ich habe keine Freunde. Die melden sich einfach nie bei mir und wenn, dann fragen sie mich nicht mal irgendwas. Ich erwarte, dass sie sich öfter melden oder mich auch mal fragen, wie es mir geht.” Alternativ geht auch die Aufrechnung, was man gegenseitig füreinander getan hat.

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