105 Artikel Artikel von Herr Bock

Einer dieser Tage …

… an dem mich ein kleiner Auslöser ins gedankliche Verderben reißt. Einer dieser Tage, an dem die Depression und die Struktur-Störung mehr als präsent ist. Zu lernen, dass ich mich um alles kümmern muss und nicht ignorieren darf ist das eine, die Wellen ertragen von Problemen aus der Vergangenheit das andere. Ich bin müde von Problemen, vom Kümmern, vom Laufen und Regeln, ich bin es leid, dass oft nichts so läuft wie es soll. Es ist anstrengend an alles denken zu müssen, zu telefonieren, das Verdrängen zu verdrängen. Ich bin müde und möchte schlafen, schlafen, weil die Sorgen dann nicht so präsent sind – auch wenn ich weiß, dass ich wieder schlecht einschlafen werde und wohl vor dem Wecker wach bin. Ich bin nicht nur müde, nein, auch der Gedanke mich aufzugeben und nicht weitermachen zu wollen ist da. Sicher, ich hab ihn lächelnd begrüßt, er tut mir nichts und ich ihm nicht. Ich werde mich dem Gedanken auch nicht hingeben. Ich darf es einfach nicht, denn ich habe jetzt die Chance zu beweisen, dass die vergangenen Jahre zwar nicht gut waren, aber es besser geht, ich besser sein kann und darf. Ja, es darf Probleme geben und ich muss sie ansprechen, immer, zu jeder Zeit – egal, welcher Wind mir dann entgegenschlägt. Scheiße ist nun mal scheiße und lässt sich nicht beschönigen.
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Als ich mich selbst zu lieben begann

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.
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Interview mit mir selbst …

Hat sich mal jemand von euch vor Augen gehalten, wie lang (oder kurz) 4 Monate sind? 16 Wochen sind 112 Tage, in Worten einhundertundzwölf. Oft sind Einsätze von Zeitarbeitsfirmen nicht mal so lang, andere haben kürzere Liebesbeziehungen und was mache ich? Richtig, ich habe mich entschieden, freiwillig diesen Zeitraum in einer psychotherapeutischen Tagesklinik zu verbringen. Heute – nachdem diese Zeit rum ist – möchte ich mit euch mal einen kleinen Rückblick wagen. Ich werde vieles sicher nur grob anreißen, damit ich noch Themen für die nächsten Einträge habe, aber … nein, es gibt kein aber. Schauen wir mal, wo wir landen.
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Dieser Weg …

Mein Weg war kein leichter, aber nun sind sechszehn Wochen vorbei. Eine Zeit, die anstrengend war, in der ich gelacht und geweint habe, verzweifelt bin und reden konnte, mehr zu mir gefunden habe und ehrlicher zu mir sein kann, mich mitteilen durfte und konnte, nie aufgegeben habe, gelernt und verändert habe, neue Sichtweisen gefunden, tolle Menschen kennengelernt habe und vor allem den Grundstein für eine bessere Zukunft legen konnte. Sechszehn Wochen Kampf gegen die Depression und Verzweiflung in mir, der Selbstkritik und anderen anstrengenden Themen, die mir mein Leben und das meiner Freunde schwerer gemacht hat. Die gespielte Fassade fallen zu lassen und authentischer zu sein ist ein schönes Gefühl. Danke an alle meine Wegbegleiter in dieser Zeit und in der Tagesklinik, danke für all die Ablenkung, das Mut machen und einfach da sein.
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Depressionen.

Ich habe sie. Ich bekämpfe sie. Ich schreibe darüber. Jetzt.
Ich lebe Depressionen. Seit Jahren. Ich gefährde mein Leben.
Die depressiven Stimmungen gefährden mein Leben, den Arbeitsplatz,
die Beziehung, Freundschaften. Es ist Zeit etwas zu ändern.

… ich stelle mich meinem „Seelenkrebs“.

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