Ich hab es vergessen …

Vergessen, was ich gerade eben noch machen wollte. Ich habe auch vergessen, wer gestern alles mit mir gesprochen hat. Vergessen habe ich auch, was ich heute unbedingt noch erledigen wollte. Ich habe sogar den Geburtstag von meinem Blog vergessen. Der 1.5., ein so simples und einfaches Datum, dass ich auch so gewählt habe. Im Februar habe ich dafür passend schon einen Beitrag angefangen, weil 5 Jahre doch ein kleines Jubiläum sind. 5 Jahre schreibe ich hier schon. Und heute darf ich sehen, was aus diesem “Tagebuch”, das nur Freunde gedacht war, geworden ist. Aus dem “Blogbaby” wurde ein Junge, der immer mehr mitten im Leben steht. Und ich? Habe seinen 5. Geburtstag vergessen. Er ist schlichtweg in der Flut von Gedanken untergegangen. Tja. Happy Blogday to me, happy Blogday to me … da ist es wieder, dieses “verbockt”. Ich habe es mir fest vorgenommen und versaue es dann. Wie so vieles schon. Ich hänge an dem Gedanken fest.

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Kontrollverlust!

Ich sitze auf der Terrasse der Pension. Es ist dunkel draußen. Auf der Uhr steht 00:09 Uhr. Der Cappuccino zieht gemächlich mit Rauchschwaden in die Nacht. Seit einer Stunde sitze ich schon hier. Es ist still. Ich rieche das Meer. Ab und an ruft eine Lachmöwe. Ich muss diese Stille genießen. Dieser Tag war schwer. Anstrengend, intensiv, sehr lang und wirklich schwer. Schlafen kann ich eh noch nicht, mir fehlt die Fahrt mit dem Auto nach einem Leseabend, damit ich runterkommen kann. Leseabende oder Vorträge sind intensiv. Sie sind kein Programm, das ich einfach mal abspule. Doch dieser Tag? War anders als andere. Er war lang. Er hat einiges von mir gefordert. Er hat mich Kraft gekostet. Und er hat mir etwas zu verstehen gegeben. Manchnmal zwingt dich das Leben solange darauf zu gucken, bis du es endlich verstehst – oder zumindest erstmal wahrnehmen kannst. Manchmal erinnert es dich auch nochmal kurz an die Lektionen, die du vorher schon hattest.

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