Ich habe keinen Bock mehr!

Kennt ihr das Gefühl, dass es irgendwann mal reicht? Ja? Gut genug, denke ich. Ich auch. Viel zu oft war dieses Gefühl da. Wenn ich mal zurückblicke, wie lange ich mich schon mit mir auseinandersetze, welche Wege ich gehen musste, gegangen bin und gehen durfte, wie viel Raum das alles in meinem Leben eingenommen hat, was in meinem Leben passiert ist, dann kommt das unweigerlich nochmal auf. Ich habe keinen Bock mehr. Ich hatte viel zu oft keinen Bock mehr, weil ich permanent mit offenen Augen in die gleiche Sackgasse gelaufen bin. Alle meine Handlungen haben sich wiederholt. Wenn ich gemerkt habe, dass sich in relativ guten Phasen Unregelmäßigkeiten einschleichen, dann gings in die Sackgasse. Zack, eben mal wieder das Leben gegen die Wand gefahren. Ihr habt doch auch bei “Einbahnstraßen” die Bilder amerikanischer Filme im Kopf, wo der Bad Guy in die Sackgasse rennt, oder? 

Alles war eine verdammte Sackgasse. Jeder angefangene Job war eine Sackgasse. Ich wusste vorher schon, dass ich damit nicht glücklich werden kann. Es war immer nur eine Frage der Zeit, bis ich wieder raus bin. Entweder kam die Phase, in der ich mich nicht kümmern konnte, der Antrieb vollkommen raus und in meinem Bett und Gedanken gefangen war, oder ich habe dafür gesorgt, dass es so passiert. Irgendwann habe ich mir einfach nicht mehr erlaubt, dass es gut sein kann. So sehr, dass ich an mir überhaupt gar nichts mehr sehen konnte, was ansatzweise den Begriff “gut” verdient hätte. Und? Da soll ich noch Bock haben? Nein. Ich denke nicht.

Der Kreisläufer

Alles in meinem Leben war ein Kreislauf. Ein Kreislauf muss nicht rund sein. Aber ein Kreislauf ist ein geschlossenes System, das keinen Ausgang hat. Steigst du irgendwo ein, kommst du da auch wieder an und machst weiter. Immer weiter. Und weiter. Und nochmal weiter. Ich hab das Leben begonnen, bin aufgebrochen, um es wieder gegen die Wand zu fahren. Meine Therapien? Waren eine kurzfristige Linderung, aber keine Veränderung. Ich habe in all den Jahren vor meinem Blog nichts – rein gar nichts – verändert. Weil ich es nicht konnte. Und auch nicht wollte. Es waren antrainierte und erlernte Automatismen, die mir vertrauter waren, als das Neue, das da kommen könnte. “Es darf einfach nicht gut sein! Das habe ich nicht verdient”, das sagt dir der Kopf. Der Kopf sagt auch: “Du wirst es nie zu etwas bringen. Wer will dich schon? Was kannst du schon? Was hast du denn geleistet? Niemand hat dir die richtige Chance gegeben. Warum sollte das anders werden? Glaubst du wirklich, dass das alles mal reichen wird, um das zu tun, worauf du Lust hast?” Das kann ich durchdenken. Den. Ganzen. Verdammten. Tag. Vom Aufstehen bis zum Bett. Das raubt dir nicht nur jeglichen Mut, sondern auch die Kraft. Ja, die körperliche Kraft. Wenn ich über sowas den ganzen Tag nachdenke, schaffe ich es nicht, noch irgendwas anderes zu tun. Keinen Bock auf Menschen. Keinen Bock auf Veranstaltungen. Keinen Bock auf Kommunikation. Keinen Bock auf Leben. Und schon gar keinen Bock auf Veränderungen. Herzlich Willkommen in einem selbstvernichtenden Kreislauf, der alleine nicht mehr zu stoppen ist. Darauf hab ich keinen Bock mehr. Ich will nicht mehr der Kreisläufer sein. 

Menschen oder Gefühle?

5 Jahre ist mein Kram nun online. Ich habe viel von mir gezeigt. Ich habe über viel gesprochen und geschrieben. Aber. Ja, es gibt ein Aber. Es gibt dieses bewusste Aber. Es hat sich was verändert. Ich habe keinen Bock mehr, der “Depressionist” zu sein. Ich bin nicht einfach nur der, der so lange mit Depressionen zu tun hat. Ich bin viel mehr als das. Ich habe keine Lust mehr, nur in diese Schublade kategorisiert zu werden. Und ich habe auch keine Lust mehr, mir unterstellen zu lassen, ich würde irgendwas als Allheilmittel anpreisen. Niemals habe ich nur mit einer Silbe jemandem gesagt, was er tun soll, damit es ihm besser geht. Niemals habe ich jemanden gezwungen, mir zuzuhören oder mich zu lesen. Ich habe immer nur meinen Weg gesucht. Ich finde es schwierig, mir zu unterstellen, dass das alles nur eine Masche ist, um damit Geld zu verdienen. Nein, leider ist es das nicht. Leider ist das hier alles mein Leben. Das einzige, was ich wirklich damit bezweckt habe? Etwas für mich zu finden, damit ich besser mit allem umgehen kann. Und dann? Habe ich gelernt, dass ich damit auch etwas zurückgeben kann. Das ist alles. Wenn ich Geld verdienen wollte, würde ich hier regelmäßig schreiben, würde Banner einsetzen und Werbung. Ich würde keinen einzigen Abend kostenfrei gestalten, sondern Eintritt nehmen – eben weil ich diesen Wert mittlerweile kenne. Verrückt, oder? Trotzdem bin ich noch eine Menge mehr, als der Mensch mit den Depressionen. Ich bin Vater und Sportler. Und ich habe noch ganz andere Eigenschaften. Und manchmal, wenn ich dann meine Entwicklung der letzten Jahre sehe, habe ich keinen Bock mehr, diesen Blog und all das drumherum weiterzuführen. Nicht nur wegen der einen Aussage. Auch, dass ich doch besser wissen müsste, dass es sehr aufdringlich ist, wenn ich jetzt nur noch von guten Sachen berichten kann. Und wenn es nun mal so ist? Was ist, wenn ich den ganzen Scheiß meiner letzten Jahre nicht mehr täglich sehen und hören will, weil ich einen Weg ins Leben gefunden habe? Wie oft habe ich hier schon darüber geschrieben, welche Wege mich dahin bringen, ich die aber nicht bis zum Ende gegangen bin? Jetzt bin ich hier. Jetzt stehe ich hier an einem Scheideweg und frage mich, wie viel Bock ich eigentlich noch habe. 

Eure Verletzungen, mein Engagement

Sicher, durch das was ich mache, suggeriere ich vielen, dass ich ein toller Ansprechpartner für ihre Situation bin. Kein Problem. Sicher lese und beantworte ich nach wie vor Mails und Nachrichten. Sicher lasse ich all das mit einer nötigen Distanz an mich heran. Weil es mich interessiert. Und weil ich kein Mensch bin, der den Stillstand mag, sondern neugierig auch aus anderen Situationen etwas mitnehmen kann. ABER! Eine Bitte. Wenn ihr etwas von mir lest oder hört, habt ihr jederzeit die Möglichkeit weiterzuscrollen oder mich auszuschalten. Es ist EURE Entscheidung. Jeder nimmt meine Worte anders wahr. Soll ich bei 12.000 Followern (Blog, Facebook, instagram, Twitter) auf jeden einzelnen Rücksicht nehmen, wenn ich doch aus meiner Sicht schreibe? Bei aller Empathie, die ich dafür aufbringe, kann es doch nicht meine Verantwortung sein, wenn ein Beitrag nicht nach eurem aktuellen Empfinden ist. Wenn es euch verletzt, kann das nicht meine Verantwortung sein, außer ich spreche jemanden persönlich an. Ich kann bei der Menge an Kommentaren und Benachrichtungen auch nicht immer auf jeden einzelnen eingehen. Das kann manchmal ein Vollzeitjob sein. Und ich mache das hier immer noch alles in meiner Freizeit. Ist jemandem bewusst, was ich für einen Preis zahle, so viel Zeit dafür aufzuwenden und auch in der Öffentlichkeit zu stehen? Perspektive wechseln! Stell dir selbst Fragen, bevor du mir alles um die Ohren haust. “Was verletzt mich gerade daran?” Du hast darauf eine Antwort. 

Markus, was ist denn los?

Ich habe keinen Bock mehr! Ich habe keine Lust mehr, in diesen elendigen Negativschleifen des Lebens festzuhängen. Ich habe mich da mühevoll rausgekämpft. Ich habe in den letzten Monaten bewusst Dinge gemacht, die mir gut tun. Dafür bin ich aber auch jahrelang durch die größte Scheiße gegangen. Ich mache Sachen, die für mich einfach noch verrückt sind. Ja, der Sport hat einen großen Anteil daran. Sport hatte schon immer einen großen Anteil an einer Verbesserung meiner Situation gehabt. Ich es oft nur nicht gekonnt. Und nach dem nicht können, habe ich einfach nicht wieder angefangen. Heute mache ich es anders. Ich stelle mir die richtigen Fragen. Ich probiere mich aus. Ich will meine Grenzen kennen. Ich will es anders haben, als es war. Ich bin 37, habe einen 3 jährigen Sohn und ich will dieses Leben leben. Und ich liebe mein Leben. Verrückt? Ja. Es passt einfach nicht mehr zu “verbockt”. Alles, was mich momentan umgibt, sind Alltagsprobleme, die jeder andere auch hat. Ich mache das noch schlimmer: “Ich bin zufrieden und glücklich. Ich weiß, was ich für mich selbst machen kann.” Ich weiß auch, dass das wieder nicht jedem schmeckt. Aber was soll ich denn machen? Sollte ich stehenbleiben und mich immer wieder hingeben? Nein. Das wollt ihr doch für euch auch nicht. Ihr sucht euren Weg. Oder ihr kennt ihn und könnt ihn noch nicht gehen. Wisst ihr, wie viele Entscheidungen ich gegen etwas treffen musste, damit ich diese eine Entscheidung für mich getroffen habe? Viele! Und es waren viele Gedanken dabei. Ich habe gerade keinen Bock mehr, mich kategorisieren zu lassen. 

“Ich bin satt.” 

Manchmal habe ich das Gefühl, es ist alles gesagt. Ich möchte nicht mehr reden. Ich möchte nicht mehr über all das sprechen. Und ich bin einen Klick davon entfernt, wieder einen Schritt in den Hintergrund zu treten. Es gibt andere, die auch darüber sprechen. Es gibt andere, die die Punkte erreichen, die ihr vielleicht hören wollt. Wobei ich nie Inhalte geliefert habe, damit ich jemanden gezielt anspreche. Dennoch hat sich mein Denken in den letzten Monaten so geändert, dass ich sehr viele Schritte gehen konnte. Sehr viele. Ich wurde mal gefragt: “Markus, wenn nicht gesund werden dein Ziel ist, was ist es dann?” 

Nun. Dieses Ziel habe ich erreicht. Ich kann sehr früh eingreifen, wenn ich merke, dass irgendwas in die falsche Richtung geht. Ich muss das nicht mehr aussitzen, bis gar nichts mehr geht. Ich habe ein Netzwerk von Menschen, die mir in jeder Lage eine Hilfe sein können, damit ich meine Sichtweise verändere. Ich habe mit Dingen aus meiner Vergangenheit aufgeräumt. Ich habe vergeben, akzeptiert, getrauert und losgelassen. Ich habe mir viel mehr Fragen gestellt, als je zuvor. Und ich habe mich mit komplett anderen Themen beschäftigen können. Themen, die mir nicht nur mein jetzt zeigen, sondern Themen, die mich dahinbringen, wo ich sein möchte. Gefestigt im Leben. Ich habe ein Stück vom Traum aufgegeben. Na und? Auch das ist eine bewusste, mutige Entscheidung, der sehr viel Risikoabwägung vorausgegangen ist. Mit der Frage: Wer bin ich? Wo stehe ich? Was will ich? 

Was wäre wenn?

Stell dir vor, es ist die große Warum-Frage und der riesen Berg vor dem du stehst, sondern viele kleine Fragen und Sichtweisen, die dich zum Nachdenken anregen und deinen Weg finden lassen. Was wäre dann? Eine Chance? Ist nicht jede Frage, jedes Gespräch, jeder Austausch eine Chance? Die Chance, etwas für dich mitzunehmen und wirken zu lassen? Ich denke ja. Ich denke dabei auch an die unzähligen Therapiestunden zurück, die ich im ersten Blick umsonst gemacht habe. “Hat ja nichts gebracht”, war die Standardantwort danach. Heute weiß ich, dass es sehr wohl was gebracht hat. Alle Therapeuten hatten verschiedene Mittel, die sie mir mit auf den Weg gegeben haben. Ich hab nur nicht kapiert, wie ich die anwenden soll. Und auch nicht jede Maßnahme und jedes Angebot ist etwas für mich. 

Was wäre denn, wenn gar nicht die Situation das Problem ist, sondern nur meine Gefühle und Gedanken dazu? Jedes Ereignis löst etwas in mir aus – positiv wie negativ. Jedes Erlebnis hat einen bestimmten Effekt. Wie wäre es, wenn ich lerne mit meinen Gedanken umzugehen, anstatt die Situation als Problem zu sehen? Verwirrend? Ok. Ein Beispiel. Der Tod meiner Omma im Februar hat eine Menge losgetreten. Damit auch eine Menge Gefühle. Aber welche? Trauer, Wut, Angst, das komplette Programm. Doch war es die Situation oder waren es die Gedanken, die mich etwas in Bedrängnis gebracht haben? Ich weiß, es waren die Gedanken, die die Gefühle ausgelöst haben. Der Tod an sich bzw. die Situation, dass sie gegangen ist, ist damit nicht mehr das Problem. Mittlerweile kann ich das auf viele andere Situationen auflösen. 

Was wäre, wenn ich mein Warum kenne? Wäre das gut? Wenn ich weiß, warum ich all das hier wirklich mache und warum ich jeden Morgen die Kraft habe aufzustehen? Warum ich mich manchmal mit dem Sport quäle und meinen Schweinehund überwinde? Ja. Nichts ist sinnloser, als keine Aufgabe zu haben. “Finde eine Aufgabe, die dich aus- oder erfüllt.” Das ist nicht leicht. Vor allem muss ich erstmal wissen, was es ist. Auch das ist so verdammt individuell, dass ich niemandem Vorschläge machen würde. Meine Aufgaben, die mich wirklich glücklich machen, habe ich in der Kindheit schon kennengelernt. Und gerne gemacht. Was wäre denn, wenn ich jetzt behaupte, dass die Veranlagung dazu schon in der Kindheit gelegt wird? “Markus, was hast du als Kind immer gerne gemacht?” Ich war mit dem Rad draußen, ich war am See, ich habe Geschichten erzählt, ich habe gerne Musik gehört, ich habe mich viel mit dem PC beschäftigt. Und heute? Mache ich genau diese Sachen. Ich fahre Rad, ich schwimme (und laufe auch noch). Ich erzähle Geschichten. Meine Geschichte. Und ich habe dauernd den PC vor der Nase, weil es eben nicht anders geht und meine berufliche Orientierung auch in die Richtung möchte. Es sind alles die Dinge, die mich schon so lange begleiten. Sie waren nur verdammt gut versteckt in Schubladen und Kisten, weil ich mich nicht damit beschäftigen konnte. Manchmal auch nicht wollte. Aus Angst, dass etwas nicht so wird, wie ich es mir denke. Und, weil ich verstanden habe, dass es eh nie genügen wird. 

Was wäre, wenn ich mich negativ und positiv konditionieren kann? Je länger und öfter ich etwas negativ durchdenken muss, desto höher ist doch die Gefahr, dass ich in diesen Schleifen hängenbleibe. Lernen ist tägliche Wiederholung. Täglich in dieser Schleife zu hängen, ist eine negative Konditionierung meines Denkens, die irgendwann meine Wahrheit wird. So wahr, dass ich damit nicht nur lebe, sondern es an allen Stellen ausleben muss. Ich fühle mich gezwungen, all das so erleben zu müssen. Was mich so nach hinten wirft, ist doch sicher auch andersrum machbar, oder? Was wäre denn, wenn ich jeden Tag übe, positive Erlebnisse in meinem Alltag zu finden? Gute Sachen, die den “beschissenen Tag” etwas aushebeln? Wie wäre es, wenn ich jeden Abend drei – oder zumindest eine – positive Sachen vom Tag aufschreibe? “Ich habe nichts Tolles am Tag erlebt”, ist oft die Wand, vor die ich renne. Und wenn doch? Es reicht, dass mein Sohn mich angelächelt hat. Es reicht, dass ich alle 3 Mahlzeiten eingehalten habe. Es reicht, dass ich einen dringenden Brief verschickt habe. Damit bin ich eingestiegen. Mein Denken über den Tag zu verändern. Das Gefühl von Stolz und Zufriedenheit kennenzulernen. Manchmal habe ich diese Übung über Monate gemacht. Jeden. Beschissenen. Tag. Das Schöne ist, dass ich es steigern kann. Finde 5 Dinge. Finde 3 Aktionen, nicht Situationen. Und schreib den Scheiß auf, damit du es nachlesen kannst.

Es ist so viel mehr, was ich alles ausprobiert und selbst angewendet. So viel mehr. Im Moment bin ich satt. Alles in meinem Kopf ist voll. Ich hab keinen Bock mehr, alles bei mir zu hinterfragen. Ich möchte jetzt leben. Leben, mit all dem, was mich umgibt – auch wenn es immer noch Baustellen gibt, bin ich glücklich. Ich bin zufrieden. Und genauso lehne ich mich zurück. Die letzten 2 Jahre waren verdammt harte Arbeit, ein verdammt anstrengender Weg mit vielen überschrittenen Grenzen. 

Ist das dein Ende?

Nein. Alles bleibt bestehen. Manches wird sich ändern. Anderes wird vielleicht wegfallen. Es gibt kein Ende. Der Blog verändert sich mit mir, wie ich mich verändert habe. Meine Texte ändern sich, wie ich mich ändere, weil ich andere Sichtweisen bekommen habe. Es ist der Moment, wo ich die Depression einfach in den Urlaub schicke, wie ich es schonmal getan habe. Ich fühle mich gerade frei. Das ist alles. Und doch so viel. 

Ich habe dennoch einen Wunsch. Noch immer. Ich wünsche mir für jeden von euch einen Menschen, der den Weg mitgehen kann. Ein Mensch, den ihr hinter all dem Nebel nicht richtig sehen und vertrauen könnt, aber der trotz aller Verzweiflung nicht von eurer Seite weicht. Einer von denen, die an dich glauben, wenn und weil du es nicht kannst. Einer von denen, die dir in den richtigen Situationen auch mal nen Arschtritt verpassen. Oder nur mal deine Hand hält, weil alles zum Verzweifeln ist. Ich wünsche mir, dass ihr den Mut habt, mit dieser einen Person zu reden. Über euch, die wirren Gedanken, die Ängste und all das, was euch umgibt. Ich habe in all den Jahren solche Menschen gefunden. Es gibt sie. Unter Freunden, in Selbsthilfegruppen, bei Therapien, aber auch an ganz anderen Stellen. Meistens sind sie da, wenn ihr ihr selbst bleibt. Auch wenn mal gar nichts geht.  

Jetzt? Habe ich keinen Bock mehr, diesen Text weiterzuschreiben. Für den Moment ist alles gesagt. Wir lesen uns. Oder hören uns. Oder sehen uns sogar. Passt auf euch auf!

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5 Kommentare

  1. Hey du…
    zuerst muss ich dich mal drücken. Ich freu mich wie bolle für dich und das sogar schon etwas länger… ;-)
    Hab deine tweets zwischendurch immer mal gelesen und als ich las, wie toll dein Urlaub war, wie du genießen konntest, hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Dann dein Sport, der für mein Gefühl mehr Raum eingenommen hatte als je zuvor, die Erfolge, die du damit hattest…auch da konntest du genießen…endlich einfach nur genießen…wie geil ist das denn?

    Du kommst immer mehr bei dir selbst an. Du gönnst dir diesen gesunden Egoismus, den es braucht um mit einer Krankheit wie der unseren leben zu können…hey…ernsthaft…wer sich da nicht mitfreuen kann…*schulterzuck*…scheiß drauf…alle, die Dinge in deine Worte interpretieren, die gar nicht da geschrieben stehen…scheiß drauf…die Trolle, die sich in der Öffentlichkeit auf deine Kosten profilieren wollen…scheiß drauf…
    Dein Leben, deine Verantwortung…das Leben aller anderen, die Verantwortung eines jeden einzelnen…so und nicht anders.

    Du hast mit all dem hier so vielen Menschen helfen können. Dein Talent Gefühle in Worte fassen zu können, kann jedem Betroffenen, der sich darauf einlässt nicht nur einen Kronleuchter aufgehen lassen. Ich für meinen Teil bedanke mich dafür nochmal ausdrücklich.

    Es gibt für alles eine Zeit im Leben. Je älter man wird, desto mehr lernt man das. Und nichts im Leben bleibt wie es ist…alles ändert sich…darum nennt es sich Leben. Absolut jeder hat das Recht, sich all das so zu gestalten, wie er mag und wie es für ihn am besten ist, solange niemand anderes darunter leiden muss. Wenn man deinen ganzen Kram objektiv liest, hast du genau das getan und deine Arbeit ist belohnt worden…nochmal…wie geil ist das denn? ;-)

    Ich freue mich für jeden einzelnen Menschen, der an diesen Punkt kommt, an dem du jetzt stehst…sogar für mich selbst… ;-)

    In diesem Sinne für alle, die auch meinen Kommentar hier lesen sollten: Lasst uns einfach weiter lernen, weiter arbeiten um schlussendlich auch unser Leben so leben zu können wie es uns zusteht, einfach weil wir existieren…wir sinds nämlich wert!!!

    Ganz liebe Grüße an dich Markus und deine kleine Familie (hab dir nie gesagt, wie sehr ich die kleinen Babybock Anektdoten liebe… ;-))

    Petra

  2. Voll und ganz kann ich das nachvollziehen was du da beschreibst unter dem Überbegriff, keinen Bock.
    Ich unterschreibe das total!

    Ist noch gar nicht so lange her bei mir selbst, als ich an diesen Punkt stand den du beschreibst. Damals habe ich auch Zeile um Zeile und Artikel um Artikel dazu geschrieben, mit Mal mehr und weniger direkten Hinweis darauf dass ich keinen Bock mehr darauf hatte mich kategorisieren zu lassen von Anderen die meinen nur weil selbige meine Texte lesen auch zu wissen wer ich bin.

    Letztendlich habe ich einen Schlussstrich gezogen und etwas Neues angefangen, eher gesagt aus 1 dann 2 gemacht. 1 für das persönliche, wahrscheinlich in Zukunft nur für registrierte Kommentatoren. 1 für alles andere, das eben Mal auf die schnelle zwischendurch ohne viel sich um Optik zu kümmern.

    Wenn’s dir nicht gefällt, mach neu!

    Das ist mein Rat an dich dazu, quäle dich nur nicht herum mit dem vorhandenen. Bewahre das entweder auf, ergo belasse das online, oder schließe und beginn irgendwie und irgendwo noch mal neu. Hat durchaus was erfrischendes, ganz ohne Altlasten etwas zu beginnen.

    Du wirst den Moment erkennen an dem du wissen wirst was du machen willst. ;-)

  3. Wie wäre es denn, wenn du es einmal mit Yoga ausprobierst, wenn dir mal wieder alles zu viel wird und du keinen Bock mehr hast? Das Wort Yoga kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Einheit und Verbindung. Einheit zwischen Körper, Geist und Seele. Dazu gehört eine blühende Gesundheit, Vitalität und Klarheit. Dass Yoga ein Alleskönner, Heiler und Wundermittel ist, ist schon lange bekannt. Aber wie kann dir Yoga auch bei Depression helfen?
    https://www.ganzwunderbar.com/yoga-bei-depressionen/
    Ganzwunderbare Grüße
    Melanie

    1. Ich habe es sogar schon mit Yoga probiert und weiß um die Wirkung, schaffe es aber nicht, es öfter in meinen Alltag einzubauen.

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